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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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des h. Grabes ausgegeben ward, wurde ein Tcin-pel der heidnischen Göttin Venus aufgebaut. Ja,ihr alter, ehrwürdiger Name, den sie 2 Jahrtausendehindurch getragen, verliert sich von mm an mehrereJahrhundertc hindurch aus der Geschichte, und AcliaCapitolina tritt jetzt so ganz an seine Stelle, daß,als ein christlicher Märtyrer im 3ten Jahrhundertauf Befragen Jerusalem als seine Geburtsstadt be-zeichnet, womit er aber das himmlische Jerusalemmeinte, der kaiserliche Statthalter zu Cäsarca diesenalten Namen der nah gelegenen, damaligen AcliaCapitolina so wenig kannte, daß er erstaunt fragte,was das für eine Stadt sei und wo sie läge. Erstals seit Constantin christliche Kaiser regiertenund so denn auch die h. Stadt von heidnischen Herr-schern zu christlichen überging, tauchte der alte NameJerusalem wieder in der Geschichte auf.

IST. Jerusalem unter Christen und Mu-hammedanern bis auf unsere Zeit.

Die Christen hatten bei dem letzten Auf-stande der Juden unter Barcochba ihren Haß undihre Verfolgung in hohem Grade leiden müssen, sodaß sie von da an in den Augen der Heiden, die siebisher oft mit den Juden verwechselten, von den-selben geschieden wurden. Daher scheinen sie da-mals auch die Erlaubniß bekommen zu haben, sichin Jerusalem selbst anzusiedeln, wahrend den Judendas bei Todesstrafe verboten war. Um allen Ver-dacht einer Verbindung mit den Juden zu vermei-den, nahmen sie ihre Bischöfe zu Jerusalem ausden Heidcnchristcn. Vis zur Zeit des Kaisers Con-stantin werden solcher Bischöfe 3» angegeben. Je-doch auch in Palastina trafen die Christen dieselben