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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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der Fastenzeit herangenaht ist, die von den Griechenstrenge beobachtet wird, an dem h. Orte selbst einWirthshausgelage, die Fleischspeisen werden gierigverschlungen und Wein wird gar oft bis zum Ueber-fluß genossen. So entweihen Christen selbst zumSpotte der Muhammcdaner zu so heiligen Zeitendiese ihnen heilig geltenden Orte!

Die Katholiken wohnen meistens um daslateinische Kloster auf dem Calvarienbekge her undsind Araber von Geburt, so daß sie keine Spracheals die Arabische verstehen. Sie sollen von Con-vertiten aus den Zeiten der Kreuzzüge herstammen.Ihrer sind ungefähr 1166 Seelen. Sie leben vomVerfertigen der Crucifixe und Rosenkranze und vondem Almosen des Klosters. Das lateinische Klosterhier mit der Salvatorkirche, sowie alle katholischeKlöster im h. Lande gehören den Franziskanern, diebis 1561 auf dem Berge Zion wohnten und damalsin dieß Gebäude versetzt wurden. Es sind 46 — 56Mönche da, zur Hälfte Italiener, zur Halste Spanier.Der Vorsteher oder Präses aller Klöster der Katho-liken im h. Lande führt den Titel Guardian vomBerge Zion und Custos des h. Landes. Er ist im-mer ein Italiener und wird in Rom ernannt. Esgiebt auch einen Vikar des Präses und für die welt-lichen Geschäfte einen Prokurator, der immer ein Spa-nier ist. Diese drei nebst drei andern Mönchen bildenzur Leitung aller ihrer Angelegenheiten das Discre-torium. Sie leben von der Unterstützung aus demAbendlande, die aber oft spärlich einkommt.

Die Katholiken beginnen die Feier der öster-lichen Zeit in der Kirche des h. Grabes mit demPalmsonntage, wo die Pilger in Procession mitPalmzweigen und Hosianna- Rufen um das h. Grabhergehen. Am Gründonnerstage wird die Commu-nion gefeiert. Die Nacht durch ist die Kirche nicht