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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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h. Feuer vom Himmel herab zu erhalten vorgeben.Diese Caremonie soll, wie die Katholiken erzählen,darin ihren Ursprung haben, daß vor langer Zeitein frommer Bischof, Narcissus, am Ostersonnabenddie Lampen in der Kirche des h. Grabes in Erman-gelung des Oels mit Wasser habe anfüllen lassen,das auf sein Gebet hin durch ein vom Himmelherabgcfallenes Feuer entzündet worden sei. Alljähr-lich habe sich dann zu Ostern dieses Wunder wie-derholt, bis die Grabeskirche nach den Kreuzzügenin die Hände der Griechen und Armenier gekom-men wäre, die sich jetzt eines Betruges bedienten,um den Schein zu haben, als ob durch ihre Gebeteebenso gut, wie früher bei den Katholiken, das h.Feuer vom Himmel herab siele. Alljährlich wieder-holt sich jetzt noch dieser Spuck am OstersonnabendNachmittag, wo der griechische und armenische Pa-triarch sich in das h. Grab begeben und die Thürezuschließen, während die Menge in der Kirche durchBeten und Knieerutschen die Wiederholung desWunders zu erflehen sucht. Nach einer längerenZeit, in welcher die Patriarchen drinnen Feuer an-geschlagen haben, reißen sie die Thüre aus und ren-nen mit den angezündeten Wachskerzen unter dasVolk. Jeder drängt sich herzu, um seine Wachs-kerze zuerst anzuzünden, weil sie dann glauben, seligzu werden, weßhalb sie auch mit diesem FeuerKreuze auf Leinwand brennen und dieselben zuSterbehemden gebrauchen, indem man dadurch vonSünden rein werde. Es entsteht nun unter demHohngelächter der zusehenden Türken und Katho-liken ein gewaltiger Tumult und nicht selten wirdin dem Gedränge dem Patriarchen selbst der Bartversengt, und zerrissene Kleider, zerstoßene Köpfe,zerkratzte Gesichter und zerschlagene Arme sieht mandann überall. Bald darauf entsteht, weil das Ende