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Die Armenier haben in Jerusalem einenPatriarchen, 100 Mönche und Nonnen und 200Glaubensgenossen. Sie wohnen auf dem BergeZion, wo ihre 3 Klöster liegen, darunter eins fürNonnen. Sie sind dem größern Theile nach keineEingeborene und meistens reiche Handelsleute.
Die Griechen sind außer den Mönchen allegcborne Araber und haben ihre eingeborncn Priester.Sie verrichten den Gottesdienst in ihrer Mutter-sprache, der arabischen, und belaufen sich in Jeru-salem auf beinahe 2000 Seelen. Die Bewohnerder 8 Mönchs- und der 5 Nonnenklöster sind Fremdeund stammen meistens aus Griechenland her. Au-ßer diesen 13 Klöstern in der Stadt haben sie noch2/» Stunden von der Stadt nach Südwcstcn zudas Kloster des h. Kreuzes, wo der Baum,aus dem das Kreuz Christi gemacht war, gewach-sen sein soll. Dann besitzen sie noch auf dem Wegenach Bethlehem das Kloster Mar Elias und imKidronthale unterhalb Jerusalem nach dem todtenMeere zu das Kloster St. Saba und theilen sichin dem Besitze des Klosters zu Bethlehem mit denArmeniern und Katholiken. Sie stehen unter demPatriarchen von Jerusalem, der sich aber zu Con-stantinopcl aufhalt und 3 Vikaricn, die Bischöfevon Lydda, Nazarcth und Kcrak (oder Petra), inJerusalem hat, welche mit den Bischöfen von Gaza,Nablus, Philadelphia und Sebaste, die auch immerhier residiren, und mit den Archiinandriten, den Vor-stehern der Klöster, ein Concilium zur Leitung ihrerkirchlichen Angelegenheiten bilden.
Die Griechen und Armenier haben am Sonn-abend v or Ostern *) eine Caremonie, wodurch sie das
*) Die Griechen, so wie alle morgenlandischc Christenfeiern das Osterfest nach einer andern Zeitbestimmung, so daßes nur selten mit unserm Ostern zusammenfallt.