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und Katholiken, so daß selbst ihre Kinder nicht ein-mal auf der Straße mit einander spielen. Undnicht selten kommts sogar zu blutigen Kämpfen,wie denn zu Ostern 1834 ein deutscher ReisenderZeuge eines solchen Kampfes war, wo Griechen,Armenier und Katholiken in der h. Grabcskircheüber die Reihenfolge der Prozessionen und der Got-tesdienste, die sie da nach einander befolgen müssen,sich so heftig schlugen, daß bedeutende Verwundun-gen vorsielen und endlich das muhammedanischeMilitär, das an der Thüre Wache halt und zuseiner Belustigung eine Zeitlang dem Kampfe zu-gesehen hatte, mit Gewalt die kampfenden Par-theien auseinander reißen mußte.*) Namentlichentsteht solche Feindschaft über den Besitz der h.Orte, wo denn die Griechen durch ihre größere An-zahl und ihre List bedeutende Vortheile über dieKatholiken davon getragen haben. Zwar haben diekatholischen Regierungen Europa's und besondersder französische Hof sich zu Schutzpatronen der Ka-tholiken aufgeworfen, jedoch ist die Fürsprache, dieder Prinz von Joinville, der Sohn des Königs vonFrankreich, der zum Schluß des Jahres 1836 Jeru-salem besuchte, für die Katholiken einlegte, nochbisher von geringem Erfolge gewesen.
Von den verschiedenen christlichen Religions-partheien haben die Kopten, Abyssinier undJakobiten in Jerusalem wohl Klöster, aber nurwenige Mönche, und besitzen, sowie auch die Ma-roniten, Nestorianer und Andere in der h.Grabcskirche nur einzelne Nischen mit Altaren, wosie ihren Gottesdienst halten. Bedeutender ist dieZahl der Armenier, Griechen und Katholiken, beidenen wir denn auch länger verweilen.
*) Siehe die Zeitschrift Morgenland. Jahrg. 1839.S. 50 und folg.