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Liturg. Möge bald das königliche Regiment über Zion wie-der scheinen!
Volk. Tröste, die trauern um Jerusalem!
Liturg. Möge Friede und Wonne einkehren in Iion!
Volk. Und der Zweig aufsprossen zu Jerusalem!
Wie erinnern diese Jammerklange an die Kla-gelieder Jeremias! Ach, daß die Armen in ihremElende nur die Ursache desselben, die Verwerfungdes Messias, erkennten und zu Ihm sich bekehrten!Allein da treten den unter ihnen arbeitenden Mis-sionaren viele Schwierigkeiten, und besonders zu Je-rusalem, entgegen. Jedoch sind, Gott Lob, seiteinigen Jahren schon mehrere Juden in Jerusalemgetauft worden und Viele noch achten begierig aufden Unterricht der christlichen Lehrer. Ueberhauptscheinen, besonders im Morgcnlande, in letzterer Zeitdie Juden in ihrer Hoffnung auf einen noch kom-menden Messias, um deß Erscheinen, wie wir eseben in dem Chorgesang hörten, sie in ihren Syna-gogengebeten seufzen, gewaltig erschüttert zu seinund fangen schon an, der Meinung Raum zu geben,Er müsse doch wohl schon langst gekommen sein.
v) Die Christen.
Wie den Juden und Muhammedancrn, so istauch allen Religionspartheien der Christen Jerusa-lem, wo das Blut der Versöhnung geflossen, einewichtige, eine heilige Stadt. Darum treffen wirnicht nur jetzt noch, wie das schon von früh an inder Kirche üblich gewesen ist, Pilger aus allen Ge-genden der Christenheit, besonders aus dem Orientehier alljährlich am Osterfeste an, sondern auch eingroßer Theil der Einwohner sind Christen, von ver-schiedenen Confessionen und haben hier ihre Kirchenund Klöster. Leider leben sie aber in unversöhn-lichem Hasse untereinander, besonders die Griechen