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und außerdem an der westlichen Außenseite der hohenMauern, die den ehmaligen Tempelplatz umgeben,einen Klageort, zu dem ein enges Gaßchen hinführt.Freitags versammeln sie sich daselbst und sitzen aufder Erde und müssen selbst dieses Privilegium zuweinen und zu klagen, wo einst ihre Vater herrschten,an die Türken bezahlen, von denen sie überhauptauf jede mögliche Weise geplagt werden. „Sehen Siediese Moschee der Muselmanen?" fragte Rabbi Saa-diah den Missionar Wolf. „An jener Stelle standehemals unser Tempel; aber er ist zerstört, leider!leider! leider! und seitdem muß Israel lange ohneOpfer bleiben." Die Karaiten-Juden, eine beson-dere jüdische Sekte, theilten demselben Missionarihre Liturgie mit, aus der folgende Chorgesänge ent-nommen sind:*)
Erster Chorgesang.
Liturg. Wegen des Pallastes, der wüste liegt;
Volk. Da sitzen wir einsam und weinen.
Liturg. Wegen des Tempels, der zerstört ist; Z.ZKWegen der Mauern, die niedergerissen sind; " A-Z.Wegen unsrer Majestät, die dahin ist;
Wegen unsrer großen Manner, die danieder s ? ^ ?
liegen; ^
Wegen der kostbaren Steine, tue verbrannt A," ?sind;
Wegen unsrer Priester, die gestrauchelt haben;lWegen unsrer Könige, die ihn verachtet haben;/ ZAA
Ein anderer Chorgesang.
Liturg. Wir bitten dich, erbarme dich Aions!
Volk. Sammle die Kinder Jerusalems!
Liturg. Eile, eile, Zions Erlöser!
Volk. Sprich zum Herzen Jerusalems!
Liturg. Schönheit und Majestät möge Aion umgeben!
Volk. Ach wende dich gnädig zu Jerusalem!
*) S. v. Raumers Palästina. 2te Ausgabe. Leipzig1838. S. 327.