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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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Siedereim schon seit lange existiren, da jahrlich zuOstern große Quantitäten parfümirter Seife von denPilgern verführt werden. Außerdem sabriciren 9Oelpresscn eine betrachtliche Menge Oel, das zumTheil sehr gut ist. Auch ist noch in der Nahe derKirche des h. Grabes eine große Ledergerberci. Allediese Fabriken sind in den Handen der Ntuhammeda-ner und Privateigenthum, indem die Regierung sichnichts darum kümmert. Die Hauptartikel, welchedie Christen hier, gleicher Weise wie in Bethlehem,verfertigen, sind Rosenkranze, Crucifixe, Modelledes h. Grabes und dergl., die sie aus Oliven undPalm-Holz, zuweilen auch aus Perlemurter undaus einem glanzenden, schwarzen Stein, der am tod-ten Meer gefunden wird, kunstreich schnitzen, undan die Pilger verkaufen. Der Handel in Jeru-salem ist nicht sehr bedeutend. Die Bazars sindkaum mit dem Nothwendigsten versehen; die Marktewerden von den Bauern aus der Umgegend mit Le-bensmitteln versorgt. Nur zur Osterzeit ist eine ArtHandelsmesse in Jerusalem, wohin auch viele aus-wärtige Kaufleute kommen und meistens mit denPilgern gute Geschäfte machen.

2. Religiöse Verhaltnisse der Ein-w ohne r.

Da Jerusalem den Juden, Christen und Mu-hammcdanern eine h. Stadt ist, so finden wir dortauch von allen drei Religionen. Die größte Zahl istwohl die der Muhammedaner. Professor Robinsonzählt unter den 11,000 Einwohnern, die er angiebt,4500 Muhammedaner, 3000 Juden und 3500Christen. Wie aber über die Bevölkerung überhauptdie Angaben verschieden sind, so auch über die Stärkeder einzelnen Religionspartheien. Wir reden vonJeder insbesondere.