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scheint für den Orient die Morgenröthe einer bessernZeit zu sein.
Die Sitten der Einwohner sind, wie überhauptdie orientalischen, von den europäischen sehr ver-schieden. Die Christen unterscheiden sich von denMuhammcdancrn in der Kleidung nur durch dieFarbe ihres Turban's; die Juden müssen auch eineeigenthümliche Kopfbedeckung tragen. Jedoch findetman jetzt bei den Franken meistens europäische Tracht,indem man dadurch nicht mehr, wie sonst, sich Unan-nehmlichkeiten aussetzt. — Die allgemeinste Spracheim Lande ist die arabische; griechisch verstehen nurwenige Priester und Mönche, und türkisch nur dietürkischen Beamten und die Glieder der Regierung.Die Juden, da sie aus verschiedenen Ländern zusam-menkommen, sprechen ein verderbtes Gemisch verschie-.dener Sprachen. Armenisch und italienisch wird eben-falls nur von einigen Fremden gesprochen. — AnVolksunterricht wird kaum gedacht, so daß nurWenige sind, die lesen können. Künste werdenauch nicht getrieben; Gemälde und Figuren sind denMuhammedanern ein Gräuel und die Christen begnü-gen sich für ihre Kirchen mit meistens sehr geschmack-losen Bildern; ebenso ists einem angesehenen Türkenoder Araber Schande, Musik zu verstehen und zutanzen; nur von schlechtem Gesindel werden Tanzeund meistens höchst unzüchtige aufgeführt. VonLuxuskünsten werden noch am meisten die der Juwe-liere zum Einfassen von Steinen und zu sonstigenGold- und Silberarbeiten getrieben. Die gewöhn-lichen Handwerker zum Verfertigen der nothwen-digsten Dinge sind natürlich da, aber höchst einfachund unvollkommen. Eigentliche Fabriken hat Je-rusalem nur wenige und keine Ausfuhr, ausgenom-men was alljährlich von den Pilgern gekauft wird.Das hauptsächlichste Fabrikat ist Seife, wofür 9