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Damaskusthor uns wieder hineinwenden, haben wirden Ausflug um die Stadt her vollendet. *)
Zwei Stunden südlich von Jerusalem liegtBethlehem, das wir hier auch noch kürzlich er-wähnen müssen. Der Weg dorthin sührt aus demJafa-Thor durchs Thal Hinnom an dem Berg desbösen Rathes vorbei und längs der Ebene Nephaimhin, die zur Linken liegen bleibt. In der Mittedes Weges liegt das große, griechische Kloster MarElias und weiterhin das Grab der Rahel(i Mos. 35, 19), für dessen Instandhaltung dieMuhammedaner sorgen. Das ganze Land ringsumher ist voll Olivenhainen; nach Bethlehem zugiebts auch viele Feigen-Pflanzungen und Weingär-ten, und die Felder, obwohl steinig und rauh, brin-gen doch gute Kornerndten hervor, wie weiland zurZeit der Ruth, die auch hier wohnte. Bethlehem,zu deutsch Brodhaus, heißt jetzt bei den ArabernBeit Lahm. Es liegt am östlichen und nordöstlichenAbfall eines langen Bergrückens und hat schlechte,zum Theil in Felsen gehauene Wohnungen nebstMauern und Thore und an 3599 Einwohner, diejetzt aus lauter Christen bestehen, da seit dem Auf-stande der Fellah's im Jahre 1834, an dem dieBethlehemitcn, die überhaupt ein unruhiges Völk-lein sind, Antheil genommen hatten, den Muham-medanern der Aufenthalt daselbst untersagt ist. DieEinwohner ernähren sich außer mit Ackerbau undViehzucht, mit dem Verfertigen von Crucifixen, Ro-senkränzen und sonstigen kleinen Schnitzwaaren ausHolz, Palmenkernen und Perlemutter, worin sieäußerst geschickt sind, und die sie an die Pilgerverkaufen. Zweihundert Schritte östlich von der
*) Zum bessern Verständniß dieser Beschreibung vonder Stadt und ihrer Umgebung bediene man sich des beige-gcbenen Grundrisses von Jerusalem.