wieder zum Oclberge zurück, so zeigt man uns anseinem westlichen AbHange, der Stadt gegenüber, denOrt, wo der Herr über Jerusalem weinte, dann woEr den Jüngern das Gebet lehrte, dann wo Er denFeigenbaum verfluchte, dann wo die Apostel dasapostolische Glaubensbekenntniß verfaßt hatten unddergl. mehr.
Gehen wir nun den Kidron hinauf, wo ersich nordöstlich um die Stadt wendet, so gelangenwir an verfallenen Grabern vorbei, die im Nordender Stadt liegen, zu der Straße, die aus dem Da-maskusthor nordwärts nach Nablus, dem frühern Si-chcm, führt. An dieser Srraße liegen V? Stundevon der Stadt die sogenannten Gräber der Kö-nige. Eine Vertiefung in den Felsen gehauen führtzu einer Felscnhalle mit schöner Bildhauerarbeit;in der Halle befinden sich 5 mit Sargen verseheneTodtenkammern. Wahrscheinlich ist es das bei Jo-scphus erwähnte Grabmal der Helena, Königin vonAdiabcne, die zum Judenthum übertrat. Weiterhin,etwas seitwärts nach Westen zu, eine halbe Stundevon der Stadt, liegen eben so in den Felsen ge-hauen und mit sehr vielen Nischen versehen, die zurAufnahme der Särge bestimmt waren, die Gräberder Richter, wo die Richter des Syncdriums oderdes hohen Rathes der Juden begraben liegen sollen.Kehren wir auf der Nablus-Straßc, die durch einenOlivenhain sich zieht, zur Stadt zurück, so liegt ander östlichen Seite des Weges, nicht weit von derMauer, die Grotte des Jeremias, wo er seineKlaglieder geschrieben haben soll. Die Höhle ist40 Schritte lang, 30 breit und 30 — 40 hoch; 2Säulen tragen das Dach. Oben auf dem Hügel,worin diese Höhle sich befindet, liegt ein muham-medanischer Begräbnißplatz. Indem wir nun zum
9