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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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den ist das Gebäude Cönaculum, in welchem, wieman sagt, das Abendmahl eingesetzt, der h. Geistausgegasten worden und Maria gestorben sei. Frü-her war dies Gebäude eine Kirche, die Zions- oderMarien-Kirche, und gehörte den Franziskanern, jetztist sie eine Moschee, von der die Muhammedanersagen, daß sie über dem Grabe Davids stehe. DerSaal, wo das Abendmahl eingesetzt sein soll, istcirca 60 Fuß lang und 25 breit, und seine Deckewird von 2 Säulen getragen. Früher lag dort auchdas Franziskaner-Kloster. Auf dem Zion liegen auchdie Gottesacker der Armenier, der Griechenund der Lateiner, sowie auch der amerikani-schen Missionare. Dort wird auch die prote-stantische Kirche erbaut; vorläufig ist da schoneine Kapelle für den evangelischen Gottesdienst er-richtet. Der übrige Theil dieses einst ganz bebautenBerges, der Davids-Stadt, um dessen südlichenRand die Mauer sich hinzog, ist jetzt Ackerland,wo Getraide gezogen wird und wodurch die Weissa-gung Mich. 3, 12 und Jerem. 26, 18 buchstablichist in Erfüllung gegangen. — Auf dem Berge Zion,aber innerhalb der Stadt, liegt auch noch ein sy-risches Kloster und an dem östlichen AbHangedesselben und in der Schlucht zwischen Zion undMorija ist das Judenquartier, der schmutzigsteund schlechteste Theil der Stadt.

Das Hauptbauwerk Jerusalems, die Moscheeauf Morija, ist keinem Christen zuganglich. Werdarin getroffen wird, muß entweder sterben oderMuhammedaner werden, weil die Türken nämlichglauben, nach 1 Könige 8, 30 — 50 werde jedesGebet, das da geschehe, erhört, und so könnten Ju-den und Christen, wenn sie hineinkommen, bitten,daß Jerusalem und der Tempel ihnen wieder einge-