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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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zcrncn Jalousien versehen, damit die Frauen nichtvon den Vorübergehenden gesehen werden können.

Um die wichtigsten Gebäude der Stadt ken-nen zu lernen, treten wir in das westliche, in dasJafa-Thor hinein und haben da gleich südlich zurRechten an der Stadtmauer gelegen die Citadellevon Jerusalem, auch das Pisaner Kastelloder die Burg Davids genannt, 200 Schrittelang und 60 breit. Es ist eine unregelmäßige Ver-einigung mehrerer viereckiger Thürme, die an derInnenseite nach der Stadt zu von einer niedrigenMauer und nach Außen an der Westseite von einemtiefen Graben umgeben sind. An der Nordwesteckezieht besonders ein viereckiger Thurm von 70 FußBreite und 56 Tiefe die Aufmerksamkeit auf sich.Er heißt der Thurm Davids und ist zwar seinemobern Theile nach neuern Ursprungs, der Untereaber zeugt von hohem Alterthum, und es ist keinZweifel, daß er ein Ueberrest des von Herodes er-bauten Thurmes Hippicus ist. — Von da geht essüdlich den Berg Zion hinan, wo die Hauptkircheder Armenier, die St. Jakobskirche, an der Stelleliegt, wo der Apostel Jakobus, der Sohn Zebedäi,von Herodes enthauptet sein soll. Sie ist geschmack-los, mit gräulichen Bildern angefüllt, doch reicherund prächtiger, als irgend ein anderes Gebäude derStadt. Das daran stoßende Kloster der Arme-nier hat über 1000 Zimmer zur Aufnahme fürPilger und soll das Reichste im Morgenlande sein.Nahe dabei zeigt man das Haus des Hannasmit einer Kapelle der Armenier. Außerhalb derMauer auf dem Berge Zion wird das Haus desKaiphas gezeigt, wo jetzt die Erlöserkirche der Ar-menier liegt, an deren Altar der wahre Stein vonder Thür des h. Grabes sich befinden soll. Däne-