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Portale vier Löwen ausgehaucn. Es führt an denKidron und zum Oelberg und über denselben nachBethamen und an den Jordan. Südlicher hin ander östlichen Mauer, die die Moschee auf Morijaeinschließt, liegt das goldene Thor, das langstschon zugemauert ist, weil die Muhammedaner, diees das ewige Thor nennen, glauben, durch dasselbewerde einst ein König einziehen, der die Stadt inBesitz nehmen und Herr der ganzen Erde werdensolle. Durch dasselbe soll Christus vom Oelberg herSeinen Einzug in die Stadt gehalten haben. Wei-ter hin an der Südostecke der Stadt ist ein kleinesPortal in einem niedrigen, viereckigen Thurme, dasaber schon sehr lange ausser Gebrauch gekommensein muß, indem kein betretener Pfad weder vonaussen noch von innen zu demselben führt. An derSüdseite der Stadt in dem Thals zwischen Morijaund Zion liegt eine schmale Pforte, das Mistthor(Neh. 2, 13), das in neuerer Zeit zugemauert ist.Aus dem Zion, über den die südliche Stadtmauerquer hinlauft, ist das Zionsthor, von den Mu-hammedanern Davidsthor genannt, das nur zu demaußerhalb gelegenen Theile des Zions und zu denThalern Josaphat und Hinnom führt.
Die Hauptstraßen in Jerusalem laufen so,daß sie in rechten Winkeln auf einander stoßen.Sie sind eng und schlecht gepflastert, ja bloß mitbreiten Steinen unregelmäßig belegt. Jedoch da derBoden meistens abschüssig ist, so sind sie reiner, alsin den meisten orientalischen Städten. Die Häusersind von Stein oder Lehm, meist niedrig und un-regelmäßig, ohne Schornsteine, mit flachen Dächern,in deren Mitte sich häusig eine Kuppel erhebt. DieFenster sind klein, nach den Straßen zu gewöhnlichzum Schutz mit eisernen Gittern und dazu mit höl-
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