Fortschritte, indem er die Stadt eroberte, die Mei-sten der christlichen Einwohner ermordete und dieFestungswerke auf's Neue schleifte. Vier Jahre spa-ter (1243) kam Jerusalem wieder durch Unterhandlungin die Hände der Christen und zwar zum letztenMale, indem es im folgenden Jahre 1244 durch diewilden Horden der Kharismier, die in Folge desHeereszugcs der Mongolen unter Dschingischan inSyrien einfielen, bestürmt ward und in demselbenJahre noch in die Hände des ägyptischen Sultanssiel, von welcher Zeit an bis jetzt zu es auch in derGewalt der Muhammedaner geblieben ist. Denndie späteren Kreuzzüge waren von keinem wetternErfolg für Jerusalem, und 1291 verloren die Chri-sten mit Ptolemais auch den letzten Punkt im h.Lande, nachdem beinahe 200 Jahre hindurch diegrößten Kraftanstrengungen vergeblich gemacht wa-ren, um mit ungeheurem Menschenverlust Herrendes h. Landes zu werden.
In den folgenden Jahrhunderten wird Jeru-salem kaum in der Geschichte erwähnt. Es muß inden Kriegen der ägyptischen und syrischen Sultane,die ihre Heere mehr durch die Ebene am Mittelmeerführten, durchaus an politischer und militärischerWichtigkeit verloren haben. Einzelne Pilger zogennoch hin. Mönche von dem Orden der Franziskanerhüteten die h. Orte und erhielten durch den Einflußdes Robert von Sicilien die Erlaubniß, in der Gra-beskirche wohnen zu dürfen, hatten aber mit dengriechischen und armenischen Christen fortwährendüber den Besitz des h. Grabes Streit. Im Jahrel5l7 kam Jerusalem durch Selim 1. unter die Herr-schaft der Ottomanen, welche Hcrrscherfamilie auchjetzt noch den türkischen Thron inne hat. Sulei-man, der Nachfolger Selim's, baute 1542 dieMauern der Stadt, wie sie jetzt noch sind. Sonst