sichrer ihres eigentlichen Zweckes und eroberten 1204Constantinopcl, wo sie ein lateinisches Kaiserreichgründeten, das bis zum Jahre 1261 bestand. Dash. Land blieb indeß in den Händen der Muhammc-dancr, besonders da die Meisten lieber dem Kreuzzugfolgten, den der Papst 1209 wider die Waldenserund Albigenscr in Savoyen predigte, wodurch Vieledes frommen Völklcins den Martyrcrtod fanden.Um diese Zeit (1219) ließ der Sultan Melek elMuaddem die Mauern Jerusalems schleifen, damitdie Feinde nicht wieder einen Befestiqunqsort fürsich dort hatten.
Indessen hatte der deutsche Kaiser Friedrich II.bei seiner Heirath mit der Erbin des letzten Königsvon Jerusalem einen neuen Kreuzzug gelobt, wardaber durch mancherlei Umstände von der Ausführungzurückgehalten. Der Papst Gregor IX. drang im-merfort in ihn, sein Versprechen zu erfüllen, und thatihn deßhalb endlich gar in den Bann. Da trat er imJahre 1228 seinen Zug an und war so glücklich, durcheinen ehrenvollen Vertrag 1229 Jerusalem und dengrößten Theil des h. Landes in seine Hände zubekommen. Er setzte sich selbst in der Kirche desh. Grabes die Krone auf und ward so König vonJerusalem, welcher Titel spater auch aus andereHerrscher überging und jetzt noch von den Kai-sern von Oesterreich und den Königen von Sar-dinien geführt wird. Durch allerlei Unruhen, dieder Papst, der den Kaiser in den Bann gethanhatte, während seiner Abwesenheit in seinem Reicheerregte, ward er zur schleunigen Rückkehr genöthigt,und der Vortheil seines Krcuzzugcs für die Christenin Palästina war gering. Im Jahre 1239 bautendie Ritter und Barone des Königsrcichs Jerusalemdie Mauern der Stadt wieder auf. Jedoch derEmir Daud (David) von Kerak hinderte ihre
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