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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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ten sich 1147, besonders durch die Beredsamkeit desBernhard von Clairveaux angeregt, verdeutscheKaiser Conrad III. und der König Ludwig VII.von Frankreich mit vielen andern Fürsten zu einemneuen Kreuzzuge. Sie kamen endlich auch nach Je-rusalem, ohne aber den Christen dort eine dauerndeHülfe zu sichern. Dem tapfern Sultan Saladingelang es 1187 nach der blutigen Schlacht bei Hit-tin, in der er selbst den König Guido von Jerusa-lem gefangen nahm, nach 33tagiger Belagerung dieh. Stadt wieder zu erobern. Obwohl die Kirche aufMorija wieder in eine Moschee umgewandelt ward,so machte es doch der edle Sultan nicht, wie dieChristen bei ihrer Eroberung es gemacht hatten, son-dern er verschonte die Stadt und die übrigen Kir-chen und ließ namentlich seinen beutegierigen Krie-gern nicht zu, die Kirche des h. Grabes zu plündernund zu zerstören.

Der Fall Jerusalems und des christlichen Kö-nigreiches daselbst, das erst 38 Jahre bestanden hatte,tönte durchs ganze Abendland wieder und veranlaßteeinen neuen Kreuzzug. Ungeheure Streitkräfte sam-melten sich unter dem Paniere des deutschen KaisersFriedrich Barbarossa; man sagt, es waren600,900 Menschen gewesen, wobei dann aber freilichWeiber und Kinder miteingcrechnet werden müssen.Mit diesem Heere zog der 70jährige Kaiser 1189 zuLande über Constantinopel nach Kleinasien, leideraber ertrank er 1190 in dem Flusse Salcph in Sy-rien, ehe er das h. Land betrat. Sein Heer, dasdurch Verrath und durch die beständigen Kampfemit den überall es angreifenden Feinden schon bedeu-tend verloren hatte, zog unter Anführung seinesSohnes, des tapfern Herzogs Friedrich vonSchwaben, weiter, verlor aber 1191 vor denMauern von Ptolemais an der Gränze Palästina's,

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