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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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schlossenheit ihrer Heerführer aufgehalten, so daß sieerst den 7. Juni 1099 vor Jerusalem ankamen.Unbeschreiblich war die Freude und der Jubel indem Heere der Kreuzfahrer, als sie nach so vielenBeschwerden das heiß ersehnte Ziel in den Zinnender h. Stadt erblickten. Aber noch eine schwere Ar-beit wartete ihrer vor den Mauern. Ihr Heer warbis auf 40,000 zusammengeschmolzen, von denennoch die Meisten durch Krankheit und die Stra-patzen des Marsches zum Kampfe unfähig waren;dazu hatten sie Mangel an Lebensmittcln und na-mentlich an Wasser, was bei der Hitze der sommer-lichen Jahreszeit um so empfindlicher war; unddagegen hatten die 60,000 Vertheidiger der Stadthinter ihren festen Doppclmaucrn Alles im Uebcr-fluß. Aber die innere Begeisterung überwand alleäußere Schwierigkeiten. Nach einer höchst mühe-vollen Belagerung erstieg Gottfried von Bouil-lon den 15. Juli zuerst die Mauern; die Stadtward im Sturme genommen und ein entsetzlichesBlutbad, wodurch sie den Christennamen schändeten,unter den Muhammedancrn angerichtet; 10,000allein wurden auf Morija hingewürgt, welcher Bergso abermals der Schauplatz fürchterlichen Blutver-gießens wurde. Gottfried von Bouillon wardzum Könige von Jerusalem erwählt, starb aber schonim folgenden Jahre IlOO, woraus ihm zuerst seinBruder Balduin von Flandern und dann nochbis zum Jahre 1187 mehrere christliche Königefolgten. In dieser Zeit christlicher Herrschaft wur-den mehrere Kirchen und viele Klöster in Jerusalemund der Umgegend erbaut, namentlich auch die Kirchedes H.Grabes. Doch die Zwietracht und Eifersuchtder christlichen Fürsten in Palästina machte ihre Lagegegenüber den sie mehr und mehr drangenden Sa-racenen höchst schwierig. Auf ihren Hülferuf rüste-