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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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zur Wissenschaft berühmt gewordenen Harun alRaschid (Aaron der Gerechte), der von 786 — 869herrschte, knüpfte der deutsche Kaiser Karl derGroße Frcundschaftsvcrbindungen an und erhieltdurch die Gesandten des Khalifen selbst die Schlüs-sel zum h. Grabe, als Zeichen des Besitzes, wasdenn für die Christen und die dorthin strömendenPilger nur vorthcilhast sein konnte. Aber spater,in Folge innerer Zwistigkeiten und namentlich alsseit 969 Jerusalem und Syrien unter die Herr-schaft der Khalifen von dem Geschlechte der Fati-miden, die in Aegypten herrschten, kam, brachenheftige Verfolgungen über die Christen aus, indemder Sultan Hak cm (um's Jahr 1666 n. Chr.),der Nero des Morgenlandes, unter furchtbaremBlutvergießen gegen die Christen wüthete und ihnennur zwischen Tod oder Annahme des Muhammeda-nismus die Wahl ließ. Die Kirche des h. Grabesward zu der Zeit auf seinen Befehl eingeäschert,und erst im Jahre 1648, wo sein Sohn, der Sul-tan edh-Dhah er, die Erlaubniß zum Wiederaufbaugab, erstand sie wieder aus ihren Trümmern, dochnur als eine kleine Kapelle. In demselben Jahr-hundert waren auch die wilden Horden der Tür-ken oder Turko mannen von dem Geschlechteder Scldschuken in das Reich der Khalifen ein-gedrungen und hatten sich die Herrschaft derselbenerobert. Ein solcher Seldschuken-Haufe plünderte1676 Jerusalem, metzelte 3666 Menschen nieder undschändete die Moscheen sowohl, als die Kirchen.Diese rohe Türkcnherrschaft, unter der die ChristenUnsägliches zu leiden hatten, währte bis 1697, woder Khalif von Aegypten ihnen die h. Stadt wie-der abnahm, als schon die Heere der Kreuzfahrervor Antiochien lagen. Zwar strömten trotz desDruckes immer noch große Pilgcrschaaren aus den