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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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und Schwerdt immer weiter ausbreitete. So dran-gen denn die muhammedanischcn Schaaren unterihrem Khalifen Omar im Jahre 636 bis nachJerusalem vor und nach einer langen Belagerungübergab der tapfere Vertheidiger der Stadt, derPatriarch Sophronius, sie im Jahre 637 unterder Bedingung, daß den Einwohnern Leben, Eigen-thum und die Kirchen gesichert bleiben sollten.Omar zog nun in seiner schlichten Landestracht, ineinem Gewände von Kameelshaaren, hinein undhielt redlich sein gegebenes Versprechen, indem erdie Einwohner schonte. Auf Morija baute er eineMoschee, wahrscheinlich die jetzt südlich gelegeneEl-Aksa, und zwar an der Stelle, wo die von Ju-stinian der h. Jungfrau erbaute Kirche gestandenhatte. Unter seinen Nachfolgern ward dieselbe nocherweitert und verschönert, ja der Khalife Abd-el-Me-lek erbaute 686 mehr auf die Mitte der Plattformdes Morija, auf die Stelle des ehemaligen Tempels,die große, heute noch prachtvolle Moschee Kubbct esSukhrah, d. h. Kuppel des Felsens. Auch für dieMuhammedaner ward nun Jerusalem, die sie El-Kuds, die Heilige, nennen, ein berühmter Wallfahrts-ort. Die ersten Khalifen ließen die christlichen Pil-ger auch ungestört, besonders weil dadurch wichtigeHandelsverbindungen mit dem Abendlande angeknüpftwurden, so daß jährlich im September eine weitherbesuchte Handelsmesse zu Jerusalem gehalten wurde.Sonst bietet von dieser Zeit an Jerusalems Geschichtemehrere Jahrhunderte hindurch nicht viel Bemerkens-werthes dar. Gegen die Mitte des 8. Jahrhundertskam das Scepter der Khalifen nach blutigen Käm-pfen von dem Geschlecht der Omejjadcn an das Ge-schlecht dtr Abbasidcn, die ihre Residenz in Bagdadaufschlugen. Mit einem der Khalifen dieses Hau-ses, dem durch seine Waffen, wie durch seine Lk'be