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Pilgerfahrten die abergläubige Vorstellung vonVerdienstlichkeit solcher Wallfahrten an, so daß Hie-ronymus (starb 42V) und andere Kirchenvater gegendiesen Mißbrauch schon stark eifern mußten. Durchdie Pilger, wie durch die Mönche entstanden nun auchallenthalben Sagen in Betreff Jerusalems und desh. Landes; bald wurde dieser, bald jener Ort, undsehr oft ohne allen Grund, als die Stelle bezeich-net, wo irgend ein wichtiges Ereigniß aus der bib-lischen Geschichte sich zugetragen habe.
Schon Constantin hob in Betreff der Judendas Verbot Hadrian's, Jerusalem zu bewohnen, auf.Aber Constantins Neffe, der Kaiser Julian, dervom Christenthum wieder zum Heidenthum abfiel,begünstigte sie sogar aus Haß gegen die Christen,ja er munterte sie durch Wort und Unterstützung auf,ihren Tempel aus Morija wieder zu erbauen, indemer dadurch Christi Weissagungen über den Tempelals unwahr darstellen wollte. Sie fingen im Jahre362 auch das Werk an, allein beim Aufgraben derFundamente brachen Feuerflammen aus dem Bodenhervor und verbrannten die Arbeiter, so daß Kei-ner sich mehr zu nahern getraute. Durch den balderfolgten Tod Julian's im Kriege gegen die Par-ther im Jahre 363 ward das ganze Unternehmenauch wieder aufgegeben. Ja die folgenden Kaisererneuerten sogar die alten Edikte Hadrians widerdie Zudem, so daß ihnen auf ihrem väterlichen Bo-den und namentlich zu Jerusalem zu wohnen auchferner verboten blieb.
Die christlichen Bischöfe zu Jerusalem standenanfangs unter dem Erzbischof von Casarea. Nach-dem aber seit Constantin die Stadt ihre alte Be-deutung in der Christenwelt wieder erhielt, suchtensich die Bischöfe dieser Obergewalt des Erzbischofszu entziehen, und nach vielen Kämpfen gelang es