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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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ihnen auch, daß auf der Kirchcnversammlung zuChalccdou im Jahre 451 Jerusalem zu einem Pa-triarchate erhoben und den bereits zu Rom, Alexan-drien, Antiochien und Constantinopcl bestehendenPatriarchaten gleichgestellt ward. Für die in diesenJahrhunderten die Kirche verwüstenden Streitigkei-ten der Arianer, Pelagianer, Origenist>m, Mono-physiten und Monotheleten bot Jerusalem auch oftden Kampfplatz dar, besonders da die in Palastinasich immer häufiger mehrenden Mönche an diesenStreitigkeiten lebhaften Antheil nahmen. Dadurchaber verfiel auch die Kirche Jerusalem's innerlichimmer mehr, und die immer sich mehrenden Schaa-ren von Pilger, die besonders seit Ende des 6tcnJahrhunderts auf ihren Wallfahrten Reliquien undHeiligthümer aus dem gelobten Lande eifrigst sichzu verschaffen suchten, dabei aber natürlich dem Be-trug der dortigen Einwohner anheimfielen, trugenzu diesem innern Verfalle das Ihre bei. Zwarerhob der baulustige Kaiser Justinian, der auchdie schone Sophienkirche zu Constantinopcl erbauthat, den äußern Glanz Jerusalems, indem er um530 nicht nur 10 — 11 Klöster in und um Jeru-salem und Jericho, sowie ein Hospital für Fremdein diesen beiden Städten gründete, sondern auch aufdem Berge Morija, wo bisher noch die Reiterstatuedes Kaisers Hadrian's stehen geblieben war, derJungfrau Maria mit bedeutendem Kostenaufwandeine große schöne Kirche zum Andenken an die Dar-stellung Christi im Tempel erbaute.

„Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Ad-ler", so hatte (Matth. 24, 28) der Herr in SeinerWeissagung über Jerusalems Zerstörung gesagt, undwie da unter Titus die römischen Adler sich überdas Aas versammelt hatten, zu dem die h. Stadt,nachdem sie den Lebensfürsten verstoßen, geworden

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