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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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suchung des Herrn, sondern verübten zu allen ihrenSchandthaten auch noch die allergrößtste, daß sieden Sohn Gottes an's Kreuz schlugen. Da kamSein Blut über sie und ihre Kinder. Wie buch-stablich sind erfüllt die Worte des Herrn, die Ervom Oelberg herab und im Tempel über Jerusa-lem und das Heiligthum aussprach! Ja die Feindehaben sie belagert und an allen Orten sie geängstigtund sie geschleift und keinen Stein auf dem anderngelassen; die Tage der Rache sind gekommen überdies Volk und ein großer Zorn, und sie sind gefal-len durch des Schwcrdtes Scharfe und gefangengeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird nochimmer zertreten von den Heiden, bis der HeidenZeit erfüllet wird. Luc. 19, 4l44. C. 21,2924.Marc. 13, 1. 2.

Judaa ward nun völlig wieder unterjocht,nachdem auch die 3 noch übrigen Burgen Machae-rus, Herodion und Masada in die Hände der Sie-ger gefallen waren. Doch die letztere Bcrgfcstungkostete den Römern noch einen blutigen Kampf.Als aber die Belagerten durch das Feuer, das dieromischen Wurfmaschinen in ihre Feste hineinwarfen,die fernere Vertheidigung als unmöglich erkannten,weihte sich die ganze Besatzung einem freiwilligenTode, indem sie unter einander sich erwürgten, umnicht den verhaßten Heiden in die Hände zu fallen,so daß die Römer nach Ersteigung der Mauern inder da herrschenden Todtcnstille zuerst Verrath fürch-teten, bald aber die MV9 ermordeten Leichen er-blickten und aus dem Munde von 2 Frauen und5 Kindern, die durch Verstecken dem schaurigen To-dcsbündniß entgangen waren, den schrecklichen Vor-fall vernahmen.

Das Land stand jetzt als kaiserliche Domaineunter römischen Statthaltern, die zu Cäsarea resi-