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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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einen Umfang von 33 Stadien, deren 4g auf einedeutsche Meile gehen. Ihre Bevölkerung laßt sichbei einem so großen Umfange in damaliger Zeit wohlauf 200,ggg rechnen, ja in Festzciten stieg sie bisauf 2 — 3 Millionen.

Unter allen damaligen Gebäuden der Stadtzieht aber besonders der Tempel unsre Aufmerk-samkeit auf sich. *) Von Salomo zuerst und zum2tcn Male von Serubabel erbaut, ward er von demalteren Hcrodcs mit ungeheurem Prachtaufwand fastvon Grund aus erneuert. Schon Salomo hatteden Berg ebnen und aus der Tiefe seiner steil ab-fallenden Scitenwände ungeheure Mauern aufführenund mit Erde ausfüllen lassen, um die Plattformdes Berges dadurch zu vergrößern. Hcrodes hatteauf diese Weise den Flachenraum noch bedeutenderweitert, so daß er 50t» Ellen in's Gevierte betrug.Er bestand aus 3 Hauptabthcilungen. Die erstebildete ein 500 Ellen langer und eben so breiterVorhof, der Vorhof der Heiden genannt; ihn um-gaben auf 3 Seiten doppelte, 30 Ellen breite Säu-lenhallen, auf der vierten aber eine dreifache, dieHalle Salomon's (Joh. lO, 23), noch ein Ueber-bleibscl des ersten Tempels. Säulen in der Höhevon 25 Ellen vom wcißesten Marmor aus EinemStein und mit einer Cedern-Decke überwölbt, zier-ten diese Hallen. Dort ward durch Viehhändlerund Wechsler der heilige Tempel entweiht. (Joh. 2,l4?c.) Dieser Vorhof hatte 5 Thore; das ansehn-lichste war das Thor des Nicanor, mit 2 prächtigenSäulen von corinthischem Metalle, das noch kost-barer als Gold geschätzt wurde, geschmückt; es laggen Osten und führt zum Kidron hin. Es ist das

*) Wir folgen in dieser Beschreibung des Tempels mei-stens dem Aufsätze von Osiander in Knapps Christotcrpe 1838.S. SS -c.