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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
Entstehung
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folger des Cumanus, übte, wie der römische Schrift-steller Tacitus sagt, „durch Grausamkeiten und Lüstealler Art bei knechtischer Gesinnung königliche Will-kühr aus." Daher war natürlich Paulus, der unterihm gefangen genommen ward, ihm ein unwillkomm-ner Prediger, als er ihm und seinem Weibe Dru-silla, der Tochter des Herodes Aczrippa I., die erehebrecherisch ihrem Manne, dem Könige von Emesa,geraubt hatte, von der Gerechtigkeit und der Keusch-heit und dem zukünftigen Gerichte redete. (Apostlg.24, 24. 25)» Vergebens wartete der habsüchtigeLandpfleger auf Bestechung von Seiten Pauli, umihn loszugeben, und aus Gefallen gegen die Judenließ er ihn bei seinem Abgange in Cäsarea zurück.Unter ihm mehrten sich die Meuchelmörder, die vonihrer kurzen krummen Mordwaffe 8iva Sicaricr ge-nannt wurden, und trieben ungestraft ihre Mord-thaten. Unter ihm standen viele Zauberer undBetrüger auf und verlockten mit dem Versprechen,ihnen Zeichen und Wunder zu zeigen, die Mengein die Wüste (Math. 24, 5. 26); ein Solcher warjener Aegypter, für den der römische Hauptmannden Apostel Paulus hielt (Apostelg. 21, 38), unddessen Anhang von den Soldaten des Felix größ-tenteils getödtet ward. An die Stelle des abge-setzten Felix ward Porcius Festus Landpflegcr,der trotz seiner Strenge doch nicht den sich steigern-den Ruchlosigkeiten der Sicarier und den häufigen,durch falsche Propheten veranlaßten Aufstanden Ein-halt thun konnte. Als Agrippa II,, der unterdeßmit dem Königstitel zugleich die Herrschaft des Phi-lippus und des Lysanias (Luc. 3, I. 2) im Ostendes Jordans und in der Gegend des Libanon vomKaiser Claudius erhalten hatte, mit seiner SchwesterBerenice den Festus begrüßte, ward Paulus in sei-ner Gegenwart nochmals verhört und dann, weil