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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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auch an Grausamkeit. Er ist der Mörder des Apo-stels Jacobus, des Aeltern, und sein ferneres blut-dürstiges Vorhaben gegen die Christen vereitelte nurder Engel des Herrn, der dem Apostel Petrus dieThüre des Gefängnisses aufthat und bald daraufim Jahre 44 den hochmüthigen König, da er vomVolk sich als einen Gott preisen ließ, schlug, daßWürmer bei lebendigem Leibe ihn auffraßen. Jo-sephus, der fast wörtlich übereinstimmend mit derApostelgeschichte C. 12. dieses sein Ende uns er-zahlt, fügt hinzu, daß er in den Schmerzen seinerKrankheit ausgerufen habe: „Seht, ich, euer Gott,muß jetzt sterben, den ihr einst unsterblich nanntet."Nach fünftägigen schrecklichen Qualen gab er seinenGeist auf.

Da sein Sohn Agrippa II. erst 17 Jahralt war, so fand der Kaiser Claudius es für gut,seines Vaters Reich ihm nicht zu geben, sondern eswieder durch Landpfleger, wie früher, verwalten zulassen. Unter dem Ersten derselben, dem CuspiusFadus, trat Theudas auf,*) der sich für denMessias ausgab und die Wasser des Jordans, wieeinst zu Josua's Zeit, zu theilen versprach, daß siehindurch zögen. Er ward sammt seinem Anhangevon den Truppen des römischen Landpflegers ver-nichtet. **) Unter dem 2ten Landpfleger Cumanuswurden durch schamlose Entweihungen des Heiligenvon Seiten der römischen Soldaten wüthende Auf-stande des Volkes veranlaßt, bei deren Einem 20,00gJuden in Jerusalem umkamen. Felix, der Nach-

*) Der Apostg. 5, 36 von Gamaliel genannte AufrührerTheudas muh ein Andrer gewesen sein, der früher gelebt hat.

**) Wir machen hier auch für die Folge darauf auf-merksam, wie merkwürdig und als ein gerechtes StrafgerichtGottes es erscheint, daß, seitdem die Juden den wahren Mes-sias verworfen hatten, sie von vielen falschen Messias zu ihremeigenen Verderben angeführt wurden. (Math. 24, 24.)