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rien, demselben, der bald darauf im TeutoburgerWalde von den zur Freiheit erwachten Deutschenunter Hcrrmann geschlagen ward, gewaltsam unter-drückt werden. Endlich verklagten die Juden denArchelaus wegen seiner Grausamkeiten beim Kaiserund begehrten lieber unter die unmittelbare Herr-schaft der Römer gestellt zu werden, was denn dieAbsetzung des Archelaus im zehnten Jahre seinerNegierung und seine Verbannung nach Vienne imsüdlichen Frankreich zur Folge hatte.
Nun sandte der Kaiser Augustus den Qui-rinius nach Syrien, um die Schätzung des Landes,die schon im Geburtsjahr Christi dekretirt war undtheilwcise begonnen hatte, vollends auszuführen, ge-gen welche Schätzung Judas von Galilaa, jedochvergeblich, sich empörte. (Apostgesch. 5, 37). Zugleichkam Coponius als Landpfleger (Prokurator) indas dem römischen Scepter jetzt unmittelbar unter-gebene, jüdische Land. Nach ihm ward AnniusRufus Landpfleger und dann Gratus, unterwelchem Kai pH as Hohepriester ward. Dem Gra-tus folgte um 25 n. Chr. Pontius Pilatus.Unter seiner Regierung trat Johannes der Tauferauf und bald nach ihm kam Der, dessen Weg Jenerbereiten sollte. Drei Jahre wanderte des Mensch en-sohn in der Knechtsgestalt lehrend und wohlthuendumher. Jerusalem gerade sah Ihn oft in seinenMauern und hörte im Tempel Seine holdseligenWorte voll Kraft und voll Lebens; aber eben dieseso hoch begnadigte Stadt, deren Kinder der Herrso oft vergeblich hatte versammeln wollen, wie eineHenne ihre Küchlein unter ihre Flügel, erpreßte,als Er, der barmherzige Hohepriester, vom Oelbcrgherab sie ansah, die die Zeit ihre Gnadenhcimsuchungnicht erkannte, Thränen Seinen Augen und SeinenLippen die buchstablich erfüllte Weissagung ihres