zahlt wird, durch ein ihm erschienenes Gesiebt ge-schreckt und geschlagen ward, so daß er von sei-nem Versuche abstand. Im Uebrigcn ließ Seleucusdie Juden in ihren Rechten ungekränkt. Jedochsein Bruder und Nachfolger Antiochus Epipha-nes (17S — 164) suchte sie in Religion und Sit-ten mit den andern Völkern zu verschmelzen. Leiderfand er auch bei Manchen unter den Juden selbsthülfreiche Hand für diese seine Bemühungen, nament-lich waren es die Brüder Jason und Mcnelaus, vondenen der Erstere seinen Bruder Omas und derLetztere wieder den Jason von der hohcpricstcrlichcnWürde verdrängte, indem sie Beide den Antiochusbestachen. Als jedoch im Jahre 169 sich das Ge-rücht verbreitete, Antiochus sei im Kriege mit Ac-gyptcn geblieben, so entstand ein Aufruhr gegen denvon ihm eingesetzten Hohepriester Mcnelaus, undzur Strafe dafür drang Antiochus in Jerusalem ein,plünderte und entweihte den Tempel. Schlimmeresaber noch geschah im folgenden Jahre, wo Antio-chus im Unmuthe darüber, daß er wegen der Ue-bermacht der Römer Aegypten hatte räumen müssen,Jerusalem plünderte, die Mauern schleifte und ausden Steinen derselben eine Burg erbaute, die denTempclberg beherrschte. Eine Statue des griechi-schen Götzen Jupiter ward in den Tempel aufge-richtet; durch königliches Dekret ward das Haltendes Sabbaths, der Beschneidung und andrer religiö-sen Gebrauche untersagt; eine allgemeine Verfolgungerhob sich wider das Judcnthum und Viele starbenden Märtyrertod für ihren väterlichen Glauben.
Damals lebte in dem zwischen Jerusalem unddem mittelländischen Meere gelegenen StädtchenModin ein betagter Priester, Matathias, der vonHasmonäus hcrstammte, weßhalb seine Nachkommen.