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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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gesehen, wie dort im Traume ihm erschienen, alsnur jetzt bei dem Hohepriester, und darum bewegeihn sein bisheriges Kriegsglück zur Anbetung nichtdes Hohcpriesters, sondern des Gottes, dem derselbediene. Darauf gab er dem Hohepriester die Hand,ging in Begleitung der Priester in die Stadt undden Tempel und opferte daselbst. Darnach zeigteman ihm auch die Weissagungen Daniels von demKönige aus Griechenland, der die Perser überwindenund ein neues Weltreich stiften werde (Dan. 8, 5bis 8 und 21, sowie C. 11, 3. 4), welches Alexan-der mit Recht auf sich bezog. Nachdem er den Ju-den noch große Privilegien bewilligt hatte, setzte erin raschem Fluge seine Eroberungen fort und gelangtebald zu einer Herrschaft, die noch über die Gränzendes Pcrserreiches sich hinaus erstreckte.

Als aber Alexander in Folge seines ausschwei-fenden Lebens mitten im blühenden Mannesalter323 v. Chr. starb, stritten sich 4 seiner Hauptfeld-herrn (Dan. 8, 22. C. 11, 4) um seine Herrschast.Durch diese inneren Kriege kam Jerusalem und Pa-lastina zuerst unter Aegypten und seit 314 unterSyrien, bis daß der Friede zwischen den streitendenFeldherrn im Jahre 301 es wieder dem Ptole-maus, Könige von Aegypten, zuertheilte. Von dablieb es mit Aegypten verbunden bis zum Jahre203, wo Antiochus der Große, König vonSyrien, es eroberte. Unter den ägyptischen undanfangs auch unter den syrischen Herrschern lebtendie Juden still und ruhig. Der Sohn des Antio-chus des Großen, Seleucus Philopator (186bis 175) hatte aber von den großen Schätzen ge-hört, die im Tempel zu Jerusalem sich befänden,und da er zu seinen Kriegen viel Geld bedürfte,sandte er seinen Kämmerer Heliodorus hin, dieseSchätze zu nehmen, der aber, wie 2. Macc. 3 er-

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