babel und Josua, um Israel von allen abgöttischenElementen rein und unvermischt zu erhalten, ihnennicht gestatteten. Deßhalb verlaumdeten sie Jerusa-lem beim Perserkönig Arthasastha (Smerdis) alseine von jeher aufrührerische Stadt und erwirkten da-durch das Verbot des Königs zum Weitcrbau derStadt und des Tempels. (Esra 4). Zum Glückeregierte aber Arthasastha nur 7 Monate und seinNachfolger, Darius Hystaspis, erlaubte um 520die Fortsetzung des Baues und gab selbst Zuschüssedazu, so daß in dem 6tcn Jahre des Darius, 515v. Chr., der Tempel vollendet ward. (Esra 5 u. 6.)
Unter Darius lebten die Juden in stiller Ruhe.Aber unter seinem Sohne und Nachfolger, dem durchseinen unglücklichen Kriegszug gegen Griechenlandberühmt gewordenen Terxes (485 — 465 v. Chr.),der in der Schrift Ahasverus heißt, entstand für sieeine Gefahr, die auf nichts weniger als aus ihreganzliche Vernichtung abgezielt war, aus der sieaber durch die Königin Esther und ihren OheimMardochai gerettet wurden. Aus diesem Umstände,daß eine Jüdin auf den persischen Königsthron er-hoben ward, ist's denn wohl auch zu erklaren, daßTerxes Sohn, den er vielleicht gar mit der Estherezeugt hatte, Artaxerxes Longimanus (465is 424), oder wie ihn die Schrift nennt, Artha-sastha, den Juden so günstig sich bewies. Im7ten Jahr dieses Königs (457 v. Chr.) zog nämlichEsra, der Schriftgelehrte, aus hohcpriesterlichemGeschlechte herstammend, mit sehr ausgedehntenVollmachten nach Jerusalem, und mit ihm eine großeMenge Volkes. Ihm war gestattet, von dem per-sischen Statthalter Alles zu fordern, was zum HauseGottes nothwendig war. Spater indeß mochten dieKriege, die Artaxerxes mit Aegypten zu führen hatte,nachtheiligen Einfluß auf Jerusalem haben; das