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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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Gott, der zu Jerusalem ist. Und wer noch übrigist an allen Orten, da er ein Fremdling ist, demhelfen die Leute seines Ortes mit Silber und Gold,Gut und Vieh, aus freiem Willen zum Hause Got-tes zu Jerusalem."

Auf dieses Edikt hin zogen unter Anführungdes davidischen Sprößlings Serubabel, eines En-kels Jojachin's, und unter dem Hohepriester Josua42,360 Jsraeliten mit 7337 Knechten und 200Sangern nach Palastina zurück, reich beschenkt vomCyrus, der ihnen die Tempelgeräthe, die Nebukad-nezar hinweggenommen hatte, 5400 an der Zahl,I wieder einhandigen ließ. Sie kamen in Jerusalemzusammen und opferten Brandopfer. Im nächstenJahre singen sie unter dem Schutze des machtigenPerserkönigs schon an, von den Cedern des Libanonden Tempel zu bauen. Es war eine wehmüthigfröhliche Feier, als sie den Grundstein legten; wohlhatten sie Ursache, dem Herrn zu danken, der ihrGefängniß gewandt; zugleich konnten die Alten desWeinens sich nicht enthalten, wenn sie der frühernTage gedachten, des ersten Tempels und seinerHerrlichkeit, dem der neuerbaute nicht gleich kam,und der frühern Blüthe und Macht des Volkes,das nun auf so Wenige zusammengeschmolzen war.Da bedürfte denn das Volk des Trostes, der ihmauch durch die Propheten Haggai und Sacharjazu Theil ward, welche in dieser kümmerlichen Zeitder Bedrängniß auf die herrlichen Tage des Messiashinwiesen.

Dazu kam noch eine neue Noth. Das Misch-lingsvolk der Samariter, entstanden aus den nachSamaria verpflanzten Heiden und den Jsraeliten,die von den im Jahre 722 nach Assyrien wegge-führten 10 Stämmen übrig geblieben waren, wollteTheil nehmen an dem Tempelbau, was aber Seru-