Volk hatte sich wieder mit den heidnischen Nachbarnvermischt; die Mauern der Stadt und ihre Thorenlagen immer noch in Trümmern, und den Wider-sachern der Juden war es gelungen, die Befestigungder Stadt zu hintertreiben. Da erlangte ein JudeNehemia, Mundschenk des Königs Artaxcrxes indessen llllstem Regierungsjahre (445 v. Chr.) dieErlaubniß, nach Jerusalem zu ziehen und den Bauseiner Mauern und Thore zu fördern, die denn auch,trotz des Widerstandes Sancballats, des Samariters,und der mit ihm verbündeten Araber und Ammo-niter, vollständig hergestellt wurden. Und wie Esra,der Priester, die verfallenen, kirchlichen Verhältnissewieder ordnete, so that in Gemeinschaft mit ihmNehemia ein Gleiches in Betreff der bürgerlichenAngelegenheiten, und zog auch aus dem umliegendenLande noch mehr Einwohner in das bisher nur spär-lich bevölkerte Jerusalem. Nach zwölf Jahren zogNehemia seinem (C. S, 6) dem Könige gegebenenVersprechen gemäß wieder an den persischen Hof(Nehcm. 13, 6), kehrte aber später, als er sich viel-leicht von den Geschäften des Hofdienstes hatte los-gemacht, wieder in sein Vaterland zurück und tratden im Volke neuerdings eingerissenen Mißbräuchenmit großer Kraft und Entschiedenheit entgegen.(C. 13). Zu seiner Zeit weissagte Maleachi, derLetzte der alttestamcntlichen Boten, und kündigte dazuletzt noch, wie die Andern vor ihm, den nahenAufgang der Somte der Gerechtigkeit an. Dochbrachen zuvor noch schwere Stürme über das Volkund die Stadt herein.
In dem von Esra und Nehemia neu angeord-neten und befestigten Kirchen- und Gemeinwesenlebten die Juden unter ihren Hohepriestern still undabgekehrt von allen politischen Ereignissen. Treublieben sie den Königen von Pcrsien ergeben und
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