Regenzeit Wasser hat, die meiste Zeit des Jahresaber trocken ist. Im Nordwesten der Stadt liegtder Berg Gihon und von da zieht sich nach Sü-den längs der Westseite der Hügel Akra und Ziondas ThalHinnom und mündet in das ThalKidronoder Josaphat. An der Westseite dieses Thales Hin-nom erhebt sich im Süden der sogenannte Bergdes bösen Rathes.
Die Steinart bei Jerusalem, wie im gan-zen gelobten Lande, ist diejenige, welche die Minera-logen Jurakalk nennen. Darin findet man gewöhn-lich viele Höhlen, deren es denn auch in Jerusalemund der Umgebung viele giebt. Jedoch sind in einersolchen felsigen Kalksteingcgend Quellen undBrunnen im Ganzen selten. Daher bezicht Jeru-salem auch sein Wasser meistens aus Cisterncn, derenjetzt fast jedes Haus eine oder mehrere zur Ansamm-lung von Regenwasser besitzt und die meistens sehralt zu sein scheinen. Dann gicbts auch große Was-serbchaltnissc: der obere und untere Teich (Jcs.7, 3. C. 22, 9), von denen der erstere jetzt Gihonheißt und vielleicht früher seinen Zufluß von einerQuelle Gihon (2 Chr. 32, 30) erhielt; beide liegenim Thale Hinnom, westlich von der Stadt, undsind jetzt außer der Regenzeit trocken. Dann liegtnördlich vom östlichen Stadtthore, dem Stephans-thore, ein kleines Wasserbecken, das Einige für denTeich Beth es da halten. In Jerusalem selbst hatman noch unmittelbar an dem Jafa-Thor im Westender Stadt ein kleines Wasserbehaltniß, das der Teichder Bathscba genannt wird, und etwas weiterhin am obern Ende der Vertiefung zwischen Akraund Zion ein größeres, das Teich des Hiskias(2 Kön. 20, 2V) heißt und auch nur eine Ansammlungvon Regenwasscr ist. Der Teich Bethesda oderSchaafteich (Joh. 5, 2), der jetzt als solcher ge-