zeigt wird, liegt im Norden des Morija und istganz trocken und mit Schutt angefüllt und scheintnicht sowohl ein Teich, als vielmehr ein tiefer Gra-ben gewesen zu sein, der zum Schutz der dort gele-genen Burg Antonia dienen sollte. Ferner wirdJerusalem noch durch eine sehr alte Wasserlei-tung aus den Teichen Salomo's her, die inder Nahe Bethlehems liegen und für die Hohel. 4, 12erwähnten, versiegelten Brunnen gehalten werden,mit frischem Wasser versorgt. — Lebendige Quellenhat Jerusalem in seiner Nahe nur 3, nämlich imThale Josaphat, wo dasselbe sich bereits mit demThale Hinnom vereinigt hat, den Brunnen desNehemias, den die Araber den Brunnen desHivb nennen, und der wahrscheinlich der BrunnenRogel ist (2 Sam. 17, 17. 1 Kön. 1, 9) undweiter nördlich in demselben Thale am Fuße desMorija die Quelle Siloha mit dem Teiche dabei(Jes. 8, 6. Neh. 3, 15. Joh. 9, 11) und nochetwas höher den Marie nbrunnen, der wohl derTeich des Königs ist. (Neh. 2, 14.) Alle 3 habensüßes Wasser. Die beiden Letzten, die Quelle Silohaund der Marienbrunnen, stehen durch einen unter-irdischen Canal mit einander in Verbindung undhaben das Eigenthümliche, daß der Fluß des Was-sers in ihnen periodisch stärker und schwächer ist.Das deutet auf einen Zufluß des Wassers zu die-sen Quellen aus unterirdischen Behältern in derStadt und namentlich unter dem Berge Morija,wo auch jetzt noch ein über 89 Fuß tiefer Brun-nen mit Quellwasser sich befindet. Dieser Umstandnun grade erklärt eine ganz eigenthümliche Erschei-nung, daß nämlich bei allen Belagerungen wohlHunger, aber nie Wassersnoth in der Stadt war,wahrend die Belagerer draußen oft an furchtbaremWassermangel litten. Wahrscheinlich hat Hiskias
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Jerusalem, wie es war und wie es ist, oder seine Geschichte und sein jetziger Zustand : nebst e. Grundr. von Jerusalem
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