Druckschrift 
Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
283
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Von dem Thüringischen Wappen. 28z

eintzigen zugedencken. Die Grafen von Gleichen führeten von urallenZeiten in ihren alten Stamm-Wappen einen gelörvten paeder, unpcirä lionne. Wer ein altes Gleichisches Ochivma beyder Hand hat mit ei-nem siZiii, der wird es nicht anders befinden. Wer aber keines hat, derschlage nur LliZittani tiNtorigm der Grafschafft Gleichen auf, so wird ergleich vorne auf etlichen Kupffer-Blattern, aufweichen Abdrucke alter 8i-Morum enthalten, den gelöwten Parder vielfältig sehen. Wie es aberin die neuere Zeiten kam, so mahlten die Mahler, entweder weil sie denPaeder vor einen Löwen ansahen, oder weilen der Parder-Kopss ihnenso unförmlich schien, an statt des Parders einen zum Streit gerüstetenLöwen, mit herausschlagender rother Zunge, und meyneten, es wäre aufdiese Art besser, und Mode also^ Diejenige Grafen von Gleichen, welchedie öialon nicht verstunden, ließen es also geschehen, und also wurde auseinem Parder ein Löwe, welchen nachgehens Spener in seiner /?,-das grosse Helmerische Wappen-Buch, Trier in seiner Wap-pen-Numft, u.a.m. gleichstes ^etmnoi-vbogrt, und aus einem Parder ei-nen Löwen gemacht. Man sehe aber nur die alte Gleichische LjZMa ein,so wird man keines weges einen Löwen, sondern Parder finden. Ist esnun geschehen, daß man ein Thier, unter welchen doch ein grosser Unter-schied ist, vor das andere gesetzt, wie viel leichter hat es nicht geschehenkönnen, daß man an das Erffurtische oben auf dem Helm stehende RadFedern angehängt.

Sonst kan ich jemanden ein altes vmiOms zeigen vom Jahr 1299.an welchem der Stadt Erssurt grosses LiZni hangt, worauf kein Rad,sondern der heilige als des Mayntzischen Ertz-Stifftes zu

sehen, an dessen Rande herum die Worte:

8WI8,

stehen, auf folgende Art:

Nn 2

Auf