Druckschrift 
Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
281
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Thüringischen Wappen. szi

bare Waffen, die allein bey Ritter-Spielen, bey welchen die Ettz-und Bi-schösse nicht erschienen, (c) dieses Rad, als ein Landes-Wappen, wel-ches er acczuii iret, und als ein Zeichen der .im-iZäiÄion überdas ThüringischeLand annahm, (ä) Wer kan mit Fug und Recht gegen dieses etwas ein-wenden? Vielleicht dasjenige, was Weinrich saget, nemlich, es habe derErtz-BischvstRviüeZiliuz das Rad in das Mayntzische Wappen gesetzet?Weil nun dieser Ertz-Bischofferst nachdem Ertz-Bischoff gelebet,so könne dieser es nicht gebraucht haben. Ich steZire das mit demErtz-Bischoffe wiiieZssio, eines theils aus vorangeführten Ursachen, dannauch darum, weilen kein Lcrixrvl- cv^vus dessen qedencket, und sage, es seylange Zeit darnach geschehen, daß jemand sich bekümmert, wie das Ertz-Bchthum Mayntz zum Rad im Wappen gekommen, und weilen er keinLiZm vor einem andern Ertz-Bischoff, als vdMeMo gesehen, so habe erdieMullon gemacht, dieser ^üieSiiius müsse es zum Andencken seines Vatersangenommen haben, welchem hernach die andern gefolget.

Wann Weinrich weiter, am angeführten Orte saget: Kayserrious II. oder Lantus, ein sonderlicher Patron der Clerisey, muffe diesesMayntzische Rad erst zum Ertz-Bischöfflichen Wappen couiirmii-en; so be-nimmt dieses meinem (satze nicht das geringste. Dann ich frage erstlichWeinrichen, wer ihm dieses gesaget? Da antwortet er mir; öruicllius.O ein schlechter Beweiß! öi-mey-us hat etliche hundert Jahr hernach gele-bet, woher hat er es dann gewust? Erführet auch gar kein Zeugniß an.Er war schon zu seiner Zeit ein guter nnwi-icus-, es hiengen ihm aber vieleFehler an. Und gesetzt, Kayser i^em-icuz 11. habe auch dieses Wappen con-ki-mu-et: Was lernen wir daraus? Folget dann daher, daß der Ertz-Bi-schoff das Rad, zum Andencken seines Vaters, als ein Mayn-tzisches Wappen angenommen?

Ferner fahret Weinrich am angeführten Orte fort: „Dann aber ist,,wohl zu 5tten6ii-en, daß das eigentliche Rad der Stadt Erffurt vor dem,,von dem Mayntzischen gantz unterschieden gewesen: Die Mayntzischen,,

(Thär.Cthron./.^heil.) NN füh-

^zroprlX^ue civitatis, tum läuÄN ecclelise tun patvoui, poitea tuam ipiorum ima-Mucm, a<i extremum gentilitia iuX itirpis iuliZnia.

(c) Siehe die vorhergehende 5iot. I^it. (a)

schreibet Christ. Schlegel, ^ ^ cid

liZuum zui'izäieiiouis.