Voll der Thüringer Heydenthum;c. 157
sche sind nicht so einfältig gewesen, daß sie ihren Götzen-Dienst so limpwvorgestellet, sondern man sindet allezeit bey denselben ein lliervAhpKicum,oder nachdenckliche Sachen.
Ich will demnach versuchen, ob nichteine andere Gottheit durch diesenek0i)0 vorgestellet werden kan. 5^. vermeym, die-
ser LNOOO sey ein oder ein Vorbild der al-
les rvürckenden ^atur.
Calvör will aus oder ovm Adam machen, welches dann soviel, als der grosse Adam heissen solle. Ich zweiffele aber an beyden.Dann was das erstere, nemlich »emeceü Meynung, anbetrifft, so findetnlan keine Spuren, daß die Teutschen jemahls eine solche Gottheit ange-betet; ja, wann man auch die Erde darunter verstehen wolle, so ist ja ausdem i'gcito die MNi'M bekannt, welche die Erde seyn und heissen solle.So lassen sich auch des ck0vc>ni8 Gestalt und Kleidung nicht daraufsxpIicirM.
Anlangend die Meynung Calvöri, so kan derselben dessentwegen kei-nen Beyfall geben, weil mir jemand zuvor erweisen muß, daß die alle Teut-sche von dem Adam, dem ersten Stamm-Vater, etwas gewust. Daß unsetwas davon bekandt, haben wir der Most geschehenen göttlichen kevewion,zu dancken, die aber denen Heyden unbekannt gewesen. Ja, so auch die-selbe, per mconeeMzm, etwas davon gewust hätten, wie reimt sich dieseFigur auf den Adam: Was hat Adam mit dem Rad zu thun? Was mitdem Wasser-Eymer: Wie schickt sich die Kleidung auf den Adam, vonwelchem wir wissen, daß er sich mit Fellen der Thiere gekleidet.
Ich bleibe bey den Worten wann er sagt, die Teutsche hät-ten dasjenige allein verehret, guorum vpe gperte juvamur, das ist, wo sieaugenscheinlich gesehen, und handgreiflich wahrgenommen, daß ihnen da-durch Hülste, Nutzen und Lebens-Unterhaltuna geschafft und zuwegen ge-bracht werde. Nun weiß ich nicht, ob die damahlige Teutsche solche Na-tur-Kündiger werden gewesen seyn, daß sie in der Natur ^teriam p> i-mam, ^nimam muncii, Lpiritum aklralem, und was sdnstm dienochmehr vor?rmcjpjg prima A umver/aiia haben, Göttlich venerirt und ver-ehret. Daß Wort aperte, augenscheinlich, läßt sich auch nicht wohl hieherappüciren; dann die Natur würcket nicht also, daß wir es so augenschein-lich sehen und mercken können.
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