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Buch 1 (1738)
Entstehung
Seite
154
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154 , Das IV. Kapitel,

einen Abgott der Sachsen, also auch der Thüringer machen» Run willich solches zwar allhier nicht in Abrede stellen, allein, daß dadurch der Rö-mische Lcttm-nuz solle verstanden werden, solches habe in dem ersten Theilemeiner tvwmvivwil. ^oi-c'Aüv. Vcr. p. 58. mit sattsainen Gründen

wiederleget,'und im Gegentheil gezeiget, daß durch diesen ckooo andersnichts, als die Sonne s^nwoiice vorgestellet werde.

Denenjenigen zu gefallen, welche meine

nicht dey der Hand haben, und doch gerne wissen mögten,was von diesem ci-ocw zu halten, insonderheit da von demselben das nochin Thüringen gewöhnliche Schelt-Wort, du Teussels-Cröde abstammen,und herkommen sott, will ich meine allda gemachte Erklärung mit einrü-cken, die also lautet:

oder ckOOO war der alten Sachsen und Thüringer Sam-ftaczs Götze. Christian Arnold, stellt ihn auf einem Bilder - ^tock ste-hend vor, worauf ein Fisch, Bars genannt, lag, aufwelchem er stunde, undzwar mit blossen Füssen. Aufdem Haupt war er unbedeckt, hatte ein lan-ges Haar und Bart, und in den: Gesicht sähe er gantz mager aus. In derRechten hielt er einen Wasser-Eymer, mit Blumen und allerhand Früch-ten angefüllet; in der Lincken aber hatte er ein Rad. Sein langer Rockoder Hemd war mitten um den Leib mit einer weissen Binde umbanden.Daß er auf den schärften Floß-Federn mit blossen Füssen stehet, soll derSachsen und Thüringer Standhafftigkeit, und wie sie durch gefahrlich undbeschwerliche Orte ihren Fuß fetzen sollen, andeuten. Die Blosse desHaupts und der Füsse soll anzeigen, Gott sey mit reinem Hertzm und ent-blößtem Haupt zu ehren. Die Binde um den Leib war eine Anzeige derEintrachtigkeit; Die zwey fiiegende Ende aber der Freyheit. Der Was-ser-Eymer, mit angefüllten Blumen undFrüchten, solle zu erkennen geben,daß er die Früchte des Jahrs zum Nutzen des Menschen und der gantzenNatur hervorbringe. Crany meldet, es hätten die Sachsen die-

sen enovo in dem Schloß zu Hartesburg, Hey dem Hartz-Walde, nichtweit von Melibocks-Berg und der Stadt Gsßlar, verehret,

^l.hat diesen Götzen zerstört, und da er dabey gesprochen, der Croden-Teuffel sey der Sachsen Gott, so psiegen die Nieder-Sachsen, wann sievon einem abscheulichen Dinge reden wollen, es noch heutiges Tages einenCrodewDüvel zu nennen.

Also lautet die gemeine Erzehlung fast bey allen Zendemm, welche dessen

Erweh-