Von dem Namen und Ursprung de r Thüringer. N9
nach und nach verlohren, und sind Thüringer genennet worden. Wie undauf was Weise es geschehen, solches habe, aus bewahrten Lcridemen, aneinem andern Orte gezeiget, (b) wo ich die eigentliche Worte wiederholen,und hieher setzen will: Caspar Abel (c) hat, nebft Toni iuZio und Span^genberg, (ä) das letztere, nemlich, daß die Hermundurex und Thüringereinerley Volck seyn, sehr gelehrt, und solcher gestalt ausgeführet, daß ichdiesem weiter nichts beyzusetzen wüfte. Dahero will aus demselben nurdas vornehmste hier anführen. Er schreibt: Es sey der Name der 5^--munäui oium nicht allerdings einerley mit dem Namen der Nermwnum,sondern vielmehr aus zweyen zusammen gesetzt, nemlich aus ^ei-miomdusund Oul is, auf eben solche Art, wie man die ^nZio - Luxonez, 8vevo - 8em-n0ne8 u.d. m.bey den alten findet. Er beweiset dieses aus dem 'lucko,welcher saget, daß diejenige Gurion, welche zu erst den Namen der vermn-noi um in Gallien gebracht, hernach und zu seinen Zeiten VunZri genennetworden, (e) Diese waren, nach Zeugnis, unstreitig von denen
Hermionen entstanden, welches Wort durch deb Gallier gröbere Ausspra-che m Qöi-mlmos verwandelt worden; sie hatten aber nicht allein so geheis-sen, sondern noch einen Namen, nemlich TunZn darbey gehabt, den sie her-nach allein behalten, wie das erste gar zu gemein, und allen jenseit desRheins wohnenden Völckern von den Galliern und Römern beygetegetworden. Wann man nun diese »e> mwnes- i'un^rvs, oder kürtzer, undder Temschen Redens Art gemäßer, »emruu-'iun^o8 genauer ansehe,soschiene es, als wann man unsere »ennun-Oui c>8 in lhnenerblicke. Er hal-te davor, es sey mir dem Namen der Hermundurer mit der Zeit eben sozugegangen, und von diesen aus zweyen zusammen gesetzten Wörtern daserste weggelassen worden, wie nicht nur der teutschen Gewohnheit es alsomit sich dringe, längere, und zumahlen cvmxoivrte Worte zu Halbiren, undbald das letzte, bald auch, und zwar öffters, das erstere zu überhupffen, son-dern auch insonderheit von denen ^snuuu6m-i8 daraus zu schließen sey, daß
firolo-
(d) I. c. ^>.6.
(c) In seinen Teutschen und Sächsischen Alterthnmern, p .426.
(U) tritt i^esem inzzz. auf gewisseMasse bey.
(e) Siehe Gpeners I^id. vi. e. 5. §. z6. y- Z5 5.
N. c. 20. §. z. p. 441.