Vorbericht.
Historisch und dchronvIvAischen Fehlern. Wo er nur etwas ge<gm das Lhur-Mamtzhche und Gerechtsame in Thürin-gen auszubringen weiß / so lhut er es gar fleißig / ob er schon da-mahlS/ als er diese (chartere abfaßte / in Erffurt lebete. Ichhabe ihn aber und seinen Schnick Schnack/ in dem Wercke sech-sten hier und dort wiederleget/ und ihm bisweilen scharffe Lauge/wie er es verdienet/ aufgegossen.
§.ix.
Indem ich dieses schreibe/ da kommt mir ohngefehrein Tra-ctatlein in die Hand/ welches den Titu! führet: Ruryer Abrißeiner gründlich gefaßten Thürmgifchen Historie?c. ans Lichtge-stellet von o. Johann lLrnst Philipp! , öffentlichen ?rc>fell 'or derTewschen Beredtsamkett :c. Bey dem zu unfern Zeiten ziemlichhell scheinenden Historischen Lichte/brauchet dieser also rudricirteAbriß noch allerdings eine Licht Putze. Ich will eines und dasandere/ doch allein aus Liebe zu Historischen Wahrheiten/allhiermit anführen/ 65. saget er/ es habe sich Hermann von würy-bürg schon tl?4. Landgraf geschrieben. Der Herr /Wcorist unrecht daran, sondern es muß heissm Hermann von lVmce-burg, von welchem ich in andern Buche ausführlich gehandelthabe. Wann erp. 75 gegen den Herrn Reinhard, der dieEr;eh-lung von des Graftns I^uclovici ll.in Thüringen Lufft Sprungeaus dem Schloße Giebickenstein vor eine Fabel halt/schreibet/sosaget er; Aber sie (nemlich Reinhart und die es mit ihm halten)können keinen Grund/ als den geben/ warum ihn die Geschjcht-Schreiber dasiqer Zeit den Springer nennen; da frage ich nun:Welcher Geschicht-Schreiber dasiger Zeit/ nennet ihn den Sprin-ger? Gewiß thut es der damahls lebmde nicht/derseiner zwar gedenckel/ aber nichts vom Springen saget^ Der ^