Vorbericht.
"Als aber die Vngern v rnawen/ daß ihnen die Thüringer den,»Zehenden zu aeben verweae!ten auch verstunden/ daß solcves aus'.Befehl des öonifacii kommen were/ zogen sie mit grosser Heeres"Krafft in Thüringen / und teaffen desLonif^cii Heer an auff"dem Bruch/ eileten so starck auff sie/ daß sie die fordern in die Bn-^strut trieben. Zom'faciuz aber riess den lieben Gott vmb Hüisskund beystand an/ welches ihm auch reichlich widerfuhr / daß sie .die Vngem erlegten/also daß die Vnstrut in Blut verferbet ward/»-denn die Vngern konten weder hinder sich noch für sich weichen/"und wurden also alle erschlagen.
Also gewan Zonikaciuz den Streit auff dem Rieth zu Neyl-^stet/ daher die Wahlstat noch auff den heutigen Tag/ auff der,.Fahr Heisset. Des Bischoffs Heupt-Leute blieben auch zween.»todt/ die wurden vberseits des Rieths begraben/ und stehen da-»'selbst noch zwey steinerne Kreutze am Wege/ wenn man von Ion-"na auff Saltza zeucht. Da die Thüringer das sahen/gläubeten."sie / und ließen sich alle täuffen.,,
6. I V.
Diese vorher angeführte Erzehlung ist nun eine wieder alkerkMoricorum cvTvvrum Zeugniß lauffende Unwahrheit. 3°^Ili^lclu5,derzu selbiger Zeit gelebet/ und ein naher Anver-wandter des heiligen Lvniwcii war/ weiß hiervon nichts / und sa-get nicht das mindeste davon/ der es doch in dieses heiligen Man-nes Lebens-Beschreibung würde haben mit einfließen lassen/ wo-fern es geschehen wäre. Orblvnuz saget auch nichts darvomDie in der Historie nicht inkoimirte Leute/ wann sie über derglei-chen Histörichen kommen/so stellen sie denenselben blindlings Glau-ben zu/ und erzehlen es nackgehendS mit sonderbabrer Äufmerck-samkeit/ wie ich selbst dergleichen weht einmahl gehöret»
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