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verurtheilte, als es bisher angeführt wurde. Wichtiger aber ist,dass er noch einen dritten codex nannte, der gleicherweiseausgelassen sei. Er bezeichuete ihn als „codex liistoriaeFranco rum“. Derselbe könnte den Roderique offenbar nochganz besonders interessirt haben. Er wurde, wie von Hillesheimausdrücklich zu Harzheim’s Entschuldigung anführte, später inPrivathand wiedergefunden, und kommt man unwillkührlich aufdie Vermuthung, dass die nun schou constatirte Differenz vondrei Codices gegen den Harzheim’schen Katalog auch die vor-erwähnte zwischen 190 und 187 jenes Aufweises in Darmstadterklären möchte. So schätzenswerth daher diese die Sammlungerweiternde Notiz ist, so bedenklich ist eine andere, die in demHefte folgendermassen lautet: „Auch hat man in dieser Biblio-thek einen codex sub titulo „Co/la/io int er libros Platonis etCiceronis de liepublica“ (Harzheim pag. 157). . Allen Gelehrtenist bekannt, dass Cicero’s Bücher de republica seyn verlorengegangen; es mussten aber nothwendigerweise in diesem Werkenoch fragmenta davon vorhanden sein, denn ohne diese hätteman keine collalio anstellen können. Diesen codex hat manbisher nicht finden können, und ist zu fürchten, dass er nichtmehr vorhanden sei.“
Endlich findet sich noch aus dein Jahre 1792 in dem Stifts-und Kloster-Lexicon von Hirsching (Leipzig bei Heinsius)S. 811 über die Dombibliothek in der Kürze wiederholt, wasin dem Bisherigen bereits erbracht ist. „Die Anzahl der Hand-schriften, heisst es dann noch, ist sehr beträchtlich. Man findetdarunter sehr merkwürdige Stücke zur Geschichte und einegrosse Anzahl alter Handschriften von den Kirchenvätern, z. B.von des Hieronymus Werken 21 Codices. Ferner von dem h.Augustinus, Gregorius, Isidorus, auch von Beda, Alcuinus, Rha-banus Maurus u. s. w. Die Erlaubniss, diesen merkwürdigenSchatz zu sehen, ist schwer zu erhalten, weil vorher das ganzeDomkapitel muss befragt werden, und dann ein Domkapitulardabei sein muss.“
Weiteres zur Definiruug des Objectes des Friedensartikelsresp. zur Beantwortung der Frage, was „vor dem Jahre 1794 in derDombibliothek befindlich gewesen“, hat sich mit hinreichender Zu-