S4
erster Zeuge berufen war, von den Originalstücken nach Cölnerwarb. Es kann daher, was Harzheim’s Katalog an zahlreichenDokumentirungen über diesen Ursprung der kölner Sammlungwiedergiebt, so wenig überraschen, als dieser selbst bezüglichdes älteren Thciles darnach und nach den sonst vorliegendenBeweisgründen irgend noch zweifelhaft sein kann. Harzheinihat, wie wir sahen, für diesen Ruhm der Sammlung eher nochzu wenig behauptet. Mit Recht aber hat er zu diesem Interesseeine der voran geführten nachfolgende Spur über römischen Ur-sprung aus dem Jahre 831 ausser Beziehung gelassen, da derbetreffende Vorgang schon der Zeit nach auf die mit Karls(f 814) und Hildebalds (f 81h) Tode bereits vollendete Dispo-sition über die Bibliothek ohne Einfluss bleiben musste. Füreine, wie wir sehen werden, wichtigere und bedenklichere Ueber-gehung des Harzheim’schen Katalogs ist derselbe jedoch nichtohne erläuterndes Interesse. Amalar, dessen beide Schriftende ecclesiastico officio uud de ordine antiyhmmvii Ilittorp auseinem Codex der Dombibliothek abdruckte, erzählt in dem Bro-logus der zweiten, dass er im J. 831 in Mission Ludwigs desFrommen zu Rom war, und vom Papste (Gregor IV.j auf seineBitte um das dortige Antiphonar die Antwort erhielt: ..Anfipho-narium non habeo, quem jdossim mittere Jilio meo Dovm.o Im-peratori. quoniam kos quo.s habuimus. Wala qmnn funclusest huc legatione aliqua, abduxil cos hin c secum in Fi ancioin“ *)
*) Anial ar lügt hinzu, er habe des Papstes ausdrückliche Billigung fürseinen Plan gefunden, die einheimische ältere- Ordnung der in Born üblichenjüngeren in manchen Stücken vorznziehen und, aus beiden das bessere aus-wählend, ein Drittes zu schaffen. Grade so, fahrt er fort, wie Augustinus fürEngland von Gregor d. Gr. instruirt worden sei (Ilist. Angl. I., 15), als erihm vorgestellt „quum una sft fidrs, sunt ecrlesiarum diverser, consiietudines“.Der grosse Papst habe erwiedert: „Mihi plärrt nt sivr in Homrtna sive in
(iallianim sru in qunlihet rcclrsia illiquid invrnisti, qund plus omnipotentiDen pussit plurrrr, sullicitr eligns rt in Anglorum errlrsia, qune tnlhiic nd/idem iwva est, instilutionr priirripiiit quin: de multis rrclrsiis rolligen: po-tiiisti infundas Sun enim pro Joris res, srd pro honis rehus loenam and n sunt. K.v sinqnlis ergo i/uibusi/ur rcrlesiis qurir pla, qune reli-giöse, qune, ree.tu sunt elige et hu er quasi in /'ttsriculuin collecta upud An-gloruin mentes in eonsuetudinem drpone.“