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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
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war, der geheime Regierungsrath Esser sen. durch Bericht anden Präsidenten von Bernutlmzu Arnsberg vom 16. Dezember1822, soviel er konnte, nachgetragen. Seine Auskunft lautete,wie hier sogleich angeführt werden soll, dahin,dass KurfürstMax Friedrich jene Alftersche Sammlung allerdings angekauftund dieselbe anfänglich zur Ilofhibliothek, später aber zum Ar-chive des Erzstifts als dahin wegen ihrer Beschaffenheitmehr geeignet abgeliefert hatte. Seitdem sei sie eindem Archive einverleibter Theil geworden und geblieben.Er erzählte dann weiter, was oben bereits mitgetheilt wurde,welchen Weg das Archiv über Hamburg nach Arnsberg ging,und wie auf diesem also auch die mehrerwähnte Sammlung mitDupuis zu den Hessen kam. Dieses Zeugniss war offenbar fürdie Angehörigkeit an die Dombibliothek nicht günstig, währenddarin der Anspruch des preussischen Staates als Besitznach-folgers der Erzstifts-Lande auf diesen Theil des ungehörigenArchives verstärkten Anhalt fand. Ein unter Max Franz zuBonn angestellt gewesener Archiv-Registrator Volk, weichenderOberpräsident als in Metz noch lebend entdeckte, wusste inseinem Antwortschreiben vom 17. August 1819 über die Ankaufs-verhandlung mit Alfter, die er jedoch erst gegen 1790 annahm,ebenfalls Mancherlei zu sagen, meinte aber, was nach dem,was wir sogleich von Arnsberg vernehmen werden, sich schlagendwiderlegt, die Erwerbung hätte nicht stattgefunden, wie sie dennauch an sich ganz werthlos gewesen und, wie er selbstgefälligbeifügt, durch seine eigene Arbeit, ein in drei Foliobändenangelegtes kurkölnisches Archiv- und Urkunden-Register,welche das Arnsbcrger Archiv noch enthalten müsse, ganz ent-behrlich geworden sei.*)

Als Ergebniss der zu Arnsberg über das Schicksal der Dom-bibliothek angestcllten Nachforschungen enthielt der vorangeführtcBericht des Regicrungsraths Esser jun. an den Oberpräsidenten,dass die dort angekommenen Kisten sogleich vorzugsweise vondem Domherrn von Hillesheim auch sonst als das fähigste

*) Drei Folianten dieser Art enthält heute wirklich das Archiv zuDüsseldorf.