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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
Entstehung
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Zcugniss zu hoffen war, richtete der Oberpräsident eifrige Nach-frage. Namentlich liess er den vormaligen Archivar des DomesAnton Joseph Wallraf, von dem er vernommen hatte, dass er esgewesen, welcher 1794 die Verpackung und Abfuhr der Biblio-thek zu besorgen gehabt hatte, zweimal vernehmen. Aber mehrals diese Thatsache und was wir über die Ausräubung deszurückgebliebenen Restes durch einen französischen General be-reits erfahren haben, war aus diesem wenig gebildeten Mannenicht herauszubringen. Auffallender noch ist, wie wenig auchProfessor Wallraf eingehend über die Sache sich zu äussernim Stande war. Ein später von ihm eingereichter schriftlicherBericht, der sich bei den Akten findet, ist nur eine weitschwei-fige kritiklose Wiederholung dessen, was man bei Hartzheiniwenigstens übersichtlicher vor sich hatte. Was er hin und wiederzusetzte, war oft handgreiflich unrichtig, und auf die Frage,was etwa ausser den Hartzheimschen Codices noch sonst inder Bibliothek gewesen, noch weniger eine eingehende fassbareAntwort crtheilt. Es blieb daher auch hiernach nur übrig, dieetwa auftauchenden Spuren über auswärtigen Verbleib zu ver-folgen. Dieses that der Oberpräsident vorzugsweise nach zweiRichtungen, nach Darmstadt und nach Arnsberg.

In Dannstadt sollte ihm der preussische Minister in Frank-furt , Wilhelm von Hu m b o 1 d, die Nachfrage vermitteln.Er nannte ihm schon damals ausser den Harzheimschen Codicesnoch 62 Bände Alfterscher Urkunden-Sammlung*) und ein altesCopialbuch aus dem Dom-Archive vom Anfänge des 13. bis zurHälfte des 14. Jahrhunderts als in Darmstadt auf der Bibliothekbereits wahrgenommeu. Eine eigentliche officielle Reclamationwar mit diesen unvollständigen und unzureichend verbürgtenAngaben noch nicht gehörig vorbereitet, llumbold erlangte aberauch seinerseits zu weiterer Information von seinem hessischenCollegen in Frankfurt, dem Geheimrathe Harnier, mehr nicht,als dass ihm eine Anzahl Kapitelsprotocolle, und zwar am 16.

*) Nicht zu verwechseln mit dem, was die kölnische Gymnasialbibliothekvon diesem fleissigen Sammler besitzt.