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Bedauerlicher aber ist es in der Folge geblieben, dass esden Deputaten nicht gleicherweise gelang, sich der Forderungzu entziehen, dass die vorgenannten durch von Mylius von Tragniitgebrachten Pretiosen der Commission ad deposilum über-geben würden. Es geschah dieses mit allem Vorbehalt am30. Marz 1803.
Die Commissionsacten berichten dann von umständlichenBerathungen darüber, wie man die Prager Vorschläge heran-zieheu könne, ohne die Gefahr, „dass der Wiener Hof oder diefranzösische Regierung davon gewahr würde.“ Man wurde vorallen Dingen darüber einig, dass der voluminöse Transport nachDarmstadt nicht gelangen dürfte, und bestimmte zur Niederlagedie unfern am Maine gelegene vormalige Abtei Seligenstadt.*)Aber wenige Tage nachher zeigte in der Sitzung vom 13. Aprildas Hessen-Darmstädtische Mitglied an, dass die Geheimhaltungnicht wohl mehr möglich sein würde. Schon habe ihm Hirsin-ger neulich in Frankfurt von den Dom-Effekten in Prag gespro-chen und goäussert, er habe sich dorthin mit einer Anfrage ge-wendet; nun habe aber auch der französiche Minister HelHingerihm Tags zuvor mitgetheilt, dass er an sein Gouvernement be-reits darüber berichtet habe. Beide hätten aber ausschliesslichan Archivalien zu denken geschienen, worin er sie mit Erfolgbestärkt habe. Man modifizirte den Plan nun dahin, dass mitder Sendung zunächst zwar in Seligenstadt angehalten, dort vor-weg nach Metallwerthsachen und der Bibliothek gesucht, abernach Herausnahme dieser Theile der Transport bis nach Darm-stadt weiter geführt werden sollte, um dann mit scheinbarerUnbefangenheit der französichen Regierung in der Auseinander-setzung der Archive für das ehemals kurkölnische linke Rheiu-ufer ihren Theil eiuzuräumeu. Für diese Niederlage in Darm-stadt wurden beim Gastgeber Fritsch „zum Trauben“ Räumlich-keiten gemiethet.
Ueber die Rückforderung in Prag und die dorther vorberei-
*) Das von Eginhard unter Ludwig dem Frommen gegründete Mona-steriuni „Mulinheim“,