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Das Schicksal der im Jahre 1794 über den Rhein geflüchteten Werthgegenstände des Cölner Domes, insbesondere die Zurückführung der Manuscripten-Bibliothek : aktenmäßige Denkschrift
Entstehung
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ihrer Hinreise nach Darmstadt die Vereinigung mit dem vonWien resp. Trag zurückkehrenden Herrn von Mylius dort ab-warteten. Was den durch Molinari erhobenen Verkaufserlös der14,786 Gulden betrifft, so konnten die Deputirten leicht dar-thuu, dass davon nichts nach Arnsberg gekommen war, undfand von Mylius ein Mittel, gleicherweise den Prager Erlös der12,160 Gulden von der geforderten Anrechnung auszuschliessen.Auch dieser Betrag, so erklärte er, sei in die Kapitelskasse nichtgeflossen, sondern in seinen, des von Mylius, Händen verblieben.Er legte eine spezielle Liquidation über seit 1798 bis 1803 ge-leistete Vorschüsse und nicht empfangene Diäten bei anhaltendihm obgelegcneu auswärtigen Commissorien — darunter seineMission zum Rastadter Congresse — vor, die ein Guthaben von8853 Gulden darstellte. „Er hätte hiernach noch 3307 Guldenzu übergeben, wenn es ihnen, den drei Deputirten, nicht auchjetzt an aller und jeder Bürgschaft fehlte, für die Kosten ihrergegenwärtigen Mission anders, als in diesem Bestände Ersatzzu finden, und nicht noch ausserdem daraus von seiner, desvon Mylius, Seite die mehrjährigen Miethkosten für das beiKirhu in Prag occupirte Gewölbe und die Erachtzahlungen fürden Rücktransport der vielen Verschlage vorzulegen wären.“Die General-Commission urgirte darnach ihren masslosen An-spruch weiter nicht, vielleicht auch desshalh, weil ihr selbst ander Rückkehr der Prager Sachen, die nur durch die drei Ab-gesandten, namentlich von Mylius, zu erzielen war, zu viel ge-legen sein musste. Dieser hat aber für sein Stratagcm späterdamit biissen müssen, dass scandalsüchtige Curiositätensammlernicht verfehlten, seinem Namen die Makel anzuheften, er habeden Prager Schatz lediglich in eigenem Nutzen verschachert.*)

*) S. Domblatt Nr. 93 de 1852, wo aus missverstandenen Actenbrucli-stücken, noch mehr aber aus willkülirlieben tendentiüs gehässigen Combina-tionen ein Bild zusammengestellt wurde, welches von dem ganzen Domschatzenichts übrig Hess, als Scandal. Die Itcdaction erinnert den Verfasser mitRecht an manche bessere Ueberreste; wie unwahr im Einzelnen die Darstel-lung war, konnte ihr nicht bekannt sein. Auch der oben bereits berichteteVerkauf einer Mitra sollte eine Unterschlagung des Ilerru von Mylius füreigene Tasche gewesen sein. Vergl. S. 14.