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Die Grafen von Fries : eine genealogische Studie ; allen Nachkommen des alten Berner Rittergeschlechtes Fries von Friesenberg
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schließen, setzte die Stadt in Verteidigungszustand und ließ Ludwigvon Erlach entbieten, er habe an die katholischen Kantone appelliert,mit dem Befehlshaber der protestantischen Kantone habe er nichtszu verhandeln.

Valentin mag bei dieser trotzigen Sprache wohl auf baldigeHilfe von katholischer Seite gerechnet haben, doch blieb dieselbeaus. Trotz aller Energie, die Valentin als Gbrist und Befehls-haber der Stadt und sein Sohn Valentin IV. als Hauptmann unterihm entwickelten, konnte sich die kleine Besatzung der Stadt gegendie Übermacht der Angreifer, die noch obendrein von den Klein-häufigen innerhalb der Mauern der Stadt unterstützt wurden, nichthalten. In der Nacht vom 14. zum 15. Juni schritt Ludwig vonErlach zum Angriff. Obwohl ihm durch Anhänger des kleinenHaufens die Tore geöffnet wurden, schwankte der Sieg lange Zeitund erbitterter Straßenkamps wütete die ganze Nacht hindurch.Der vereinigten Übermacht der Schweizer und der Kleinhäufigenmußte endlich Valentins kleine, aber tapfere Schar unterliegen. DerMorgen des 15. Juni 1587 beschien die gänzliche Niederlage desBürgerkönigs Valentin Frieß. Über 400 Tote bedeckten die Straßenund 250 Anhänger Valentins wurden zu Gefangenen gemacht.Ludwig von Erlach schlug sein Hauptquartier im Hause Valentinsdes Jüngern auf.

Valentin Frieß der Alte und sein Sohn Valentin der Jungewurden beide ins Staatsgefängnis im lvalkenthurm geworfen. Dielegale Vertretung wurde wieder eingesetzt und ein Malefizgerichtbelegte die Ausständigen mit harten Strafen an Geld und Gut.Mieg bringt ein Register über das vermögen und die Strafen alleraufständigen Bürger und im Archive der Stadt Mülhausen befindetsich noch ein Inventarium, von veltin Frieß dem Jüngeren selbstgeschrieben, über sein vermögen (Nr. I lv). Nach diesen Angabenwar Valentin Frieß der Alte von allen verurteilten der Reichste.Sein vermögen betrug 11 200 Pfund, seine Strafe 3735 Pfund.

Bas von Valentin dem Jungen eigenhändig geschriebene In-ventarium lautet: