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Weg stellte, das; eine feste Grundlage für Vvlkserziehnng nicht ge-wonnen, sondern nur die alte zerstört und aufgelöst wurde. DerVersuch diese alte Grundlage wiederherzustellen, das Geistesleben desVolkes auf einer inferioren Stufe festzuhalten, rief eine geistige Revo-lution hervor, da die Versorgung des Volkes mit religiöser Bildungmit katechctischen Schriften und Erbannngsbüchern, für die Stillungdes geistigen Bedürfnisses allein nicht mehr ausreichte. Infolge diesesVorgehens aber verloren die höheren Lehranstalten ihren gesundenGrund und Boden, die Resultate der nichttheologischen wissenschaftlichenArbeit blieben für das allgemeine Volksleben zunächst ohne allgemeineWirkung. — „lind mehr noch als die Wissenschaft blühte die ansreligiöser und volkstümlicher Grundlage sich entwickelnde Kunst, umgabdas kirchliche, öffentliche und häusliche Leben mit den würdigsten Ge-bilden und offenbarte insbesondere in ihren großartigen und ergreifen-den Werken christlichen Gemeinschaftssinnes den tiefsten Kern desdeutschen Wesens und Charakters". In dieser Anerkennung allein liegteine Anerkennung des Urteilsspruches Luthers: „Los von Rom, vondem Welschtnm der römischen Kirche zu deutschem Wesen und Charakter!"lind was nun die „ans religiöser und volkstümlicher Grundlage sichentwickelnde Kunst" und die „alle Klassen des Volkes ergreifende,sich stetig ausbreitende und vertiefende Bildung" betrifft, so müßtenwir nach diesen Thatsachen unbedingt annehmen, daß die Künstler Ge-legenheit gefunden hätten, sich vollkommen auszuleben, die nationaleKunst ans die höchste Stufe ihrer Entwicklnngsmöglichkeit cmporzu-treiben. Aber da lesen wir bei Janssen (S- 168): „Mit seiner HändeArbeit erwarb er (Dürer) für die Seinen das tägliche Brod. Unterdrückenden Lebensverhältnissen, Mühen und Nöten entfalteteer als Maler, Zeichner, Ätzer in Zinn und Eisen, Graveur, Bildhauer,Goldschmied, Buchdrucker eine stets unverdrossene, erstaunliche Thätig-keit". lind Seite 165 lesen wir: „Was würden sie (Dürer undHolbein) hervorgebracht haben, wenn nicht die hereinbrechenden religi-ösen Wirren ihre Kunst gelähmt hätten, und wenn ihr Genius durchso günstige Lebensverhältnisse, wie sie einem Rafael und Titian be-schicden waren, zur vollen Entfaltung gekommen wäre!" Also die„alle Klassen des Volkes ergreifende, sich stetig ausbreitende undvertiefende Bildung" ließ die hochbegnadetsten.Künstler ihre.Kräfte imKampfe mit drückenden Lebensverhältnissen, mit Mühen und Nöten,