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Geld zu thuu sei. Er „wollte sich mit der Kriegskasse in keiner Weisebefassen". Man glaubte ihm nicht. Der Kreuzzng fiel ins Wasser.Eine Bewilligung wurde gemacht. Jeder, der zur Kommnnion gehe,solle während der nächsten drei Jahre wenigstens ein Zehntel Guldenfür den Türkenzng erlegen. Janssen nennt diese Bewilligung einen„Hohn ans die geforderte Hülfe". (S. 550.) Er spricht damit selbstohne es zu wissen der Kirche und ihrem Glanben das Todesurteil.Sie hatte das Recht der Existenz verloren. Wieso s Nun, wenn derGlaube so mächtig war, wen» „die Kirche in Deutschland noch involler Lebenskraft stand und der christkatholische Sinn und die frommeAndacht sich glänzend in allen Ständen des Volkes, in den Familienund Genossenschaften bewährte" (S- MI), so wäre das Geschäft jawohl ein sehr einträgliches gewesen, denn: 10 - '0" 1 und zehnMillionen jährlicher, Gulden bezahlender Kommunikanten bezahltenin Summa eine Million Gulden. Aber bei der gerühmten „frommenAndacht" und der „vollen Lebenskraft der Kirche" wäre es ein Leichtesgewesen, die jährliche Kommnnikantenzahl zu verzehnfachen, man wäreöfters als einmal im Jahre gegangen, man hätte jedesmal mehr als>/io Gulden gegeben und Ith 20, 30 Millionen zu bekommen, hättebei den Janssenschen Voraussetzungen nicht so schwer fallen dürfen.Aber das ist ja der reine Hohn, sagt Janssen. Nein, wir sagen, dieStände überließen die Entscheidung ruhig dem Volke und der „Lebens-kraft der Kirche", und wenn diese Entscheidung ein Hohn war, wennsie sich nicht verwirklichen ließ, so war das eben ein unumstößlicherBeweis, daß man in Deutschland von der Papstkirchc und ihren Welt-herrschaftsplänen nichts mehr wissen wollte. Ich denke, das Nechen-exempel ist klar und einfach.
Das Mißtranen der Stände und des Volkes gegen Rom wareine Hanptnrsache, daß die Bewegung nicht in Gang kam, das Miß-tranen gegen diese neue Art von Gelderpressnng war ebenso Grundder Ablehnung der abenteuerlichen Pläne Maximilians. Denn beider damaligen Zersetzung hätte der gemeine Mann die größere Lastzu tragen erhalten. lind dagegen sträubten sich die Landhcrrn ansFurcht vor Revolution. Es war daher das einzige, was sie thnnkonnten, daß sie die Entscheidung, ob er sich für die Pläne der Kircheund des Kaisers engagieren wollte, dem gemeinen Manne überließen,